Werder entkommt dem abgrund – heidenheim chancenlos

Bremen – Der TSV Werder Bremen hat im Abstiegskampf einen Befreiungsschlag gelandet. Ein 2:0-Sieg gegen den 1. FC Heidenheim katapultiert die Hanseaten zumindest vorübergehend auf einen Relegationsplatz. Trainer Daniel Thioune feiert die ersten Punkte und ein Stück weit Erleichterung nach 13 sieglosen Spielen.

Das kleine finale im bremer stadion

Die Partie war von Beginn an ein Nervenkrimi. Werder, gezwungen zum Sieg, agierte mit mehr Entschlossenheit, doch die Defensive der Gäste hielt zunächst stand. Erst nach der Pause brachen die Bremer den Bann: eine sehenswerte Kombination zwischen Schmid und Milosevic brachte die Führung. Bitter für Milosevic: eine Rückenverletzung zwang ihn in der 67. Minute zum Auswechseln. Das 2:0 besorgte dann in der Nachspielzeit ein Eigentor von Heidenheims Behrens, der unglücklich den Ball ins eigene Netz lenkte (90.+7 Minute).

Für Heidenheim war es eine bittere Pille. Die Chance, sich auf zwei Punkte an Werder heran zu arbeiten, wurde verspielt. Acht Zähler Rückstand auf Platz 16 sind ein deutliches Signal: die Hoffnungen auf den Klassenerhalt schwinden zusehends. Trainer Frank Schmidt und seine Mannschaft stecken in einer tiefen Krise.

Leverkusen mit schreckvollem beben

Auch die anderen Bundesliga-Partien hatten ihre dramatischen Momente. In Leverkusen überschattete eine schwere Verletzung von Arthur das Spiel gegen Mainz. Der Brasilianer verletzte sich in der Halbzeitpause am Knie und musste mit der Trage vom Platz. Mainz nutzte die Schwächung des Gegners eiskalt aus. Ein präzister Pass von Keeper Batz fand Nebel, der mustergültig auf Becker flankte – 1:0 für die Gäste. Leverkusen gab die Antwort in Person von Quansah, der einen Angriff abschloss und den Ausgleich erzielte (89.).

Gladbach feierte einen verdienten 1:0-Sieg gegen Union Berlin, der die Borussia auf Rang zwölf katapultiert. Ein Elfmeter, den Diks sicher verwandelte, entschied die Partie. Überraschend war die 0:1-Niederlage von Hoffenheim gegen St. Pauli. Der Portugiese Matias Pereira Lage erzielte das Tor des Tages, doch Goalie Nikola Vasilj war mit elf Paraden der eigentliche Held der Gäste.

Der Kampf um die internationalen Plätze bleibt eng. Die Niederlage der TSG Hoffenheim zeigt: in dieser Saison ist Konstanz offenbar das größte Problem. Werder hat sich mit diesem Sieg einen kleinen Hoffnungsschimmer bewahrt, doch der Weg zum Klassenerhalt ist noch lang. Die nächsten Spiele werden zeigen, ob Thioune seiner Mannschaft tatsächlich neuen Schwung verleihen kann. Der Abstiegskampf ist noch lange nicht entschieden.