Hoffenheim erlebt kiez-dämpfer: serie reißt!
Der Traum von der perfekten Heimserie ist aus. Die TSG 1899 Hoffenheim hat am Freitagabend im eigenen Stadion eine überraschende 0:1-Niederlage gegen den abstiegsbedrohten FC St. Pauli kassiert und damit nach 148 Tagen ihre beeindruckende Erfolgsserie beendet.

Der unerwartete knacks im meisterschaftskampf
Trotz klarer Feldüberlegenheit fand die Ilzer-Elf keine Antwort auf den entscheidenden Treffer von Mathias Pereira Lage kurz vor der Halbzeitpause (45.+4). Die Kraichgauer, die zuvor acht Heimspiele in Folge gewonnen hatten, verpassten damit den nächsten Schritt in Richtung Champions League. Die Niederlage wirft Fragen nach der Konstanz der Hoffenheimer auf, obwohl sie mit 46 Punkten weiterhin auf einem Champions-League-Platz liegen.
St. Pauli hingegen feierte einen wichtigen Auswärtssieg und kletterte damit aus der direkten Abstiegszone. Es war erst der zweite Dreier für die Hamburger in der Fremde in dieser Saison. Die Mannschaft von Trainer Hürzeler bewies einmal mehr ihre kämpferischen Qualitäten und zeigte, dass sie auch gegen Topteams bestehen kann.
Die Hoffenheimer hatten in der Anfangsphase zahlreiche Möglichkeiten, die Führung zu erzielen. Asllani, Prömel und Kramaric scheiterten jedoch allesamt am glänzend aufgelegten St. Pauli-Torhüter Vasilj oder an der eigenen Unschärfe. Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte wurde St. Pauli mutiger und konnte schließlich durch den perfekt getimten Konter und den Kopfball von Pereira Lage in Führung gehen.
Nach dem Wechsel versuchte Hoffenheim, den Rückstand wettzumachen, doch die Offensive der Gastgeber wirkte zu harmlos. Erst in der Schlussphase erhöhten die Hausherren den Druck, doch Vasilj parierte einen Kopfball von Kabak in spektakulärer Manier und sicherte den Sieg für St. Pauli.
Die Niederlage ist ein Weckruf für die TSG. Sie zeigt, dass auch Topteams an einem schlechten Tag bezwungen werden können. Für St. Pauli ist der Sieg ein wichtiger Schritt im Kampf gegen den Abstieg. Die Hamburger haben bewiesen, dass sie zuhause und auswärts mithalten können, wenn sie als Team zusammenarbeiten und ihre Chancen nutzen.
Ein Blick in die Statistik: Hoffenheim verbuchte zwar mehr Ballbesitz und Torschüsse, doch am Ende zählte nur das Ergebnis. St. Pauli zeigte eine beeindruckende Defensivleistung und nutzte seine Chance eiskalt. Die 148-tägige Serie der Hoffenheimer ist Geschichte, und der Kampf um die Champions-League-Plätze wird enger.
