Wembanyama-aus: timberwolves gleicht serie aus – spurs-coach wütend!
Minneapolis – Drama in den NBA-Playoffs! Die Minnesota Timberwolves haben in einem packenden Duell die San Antonio Spurs mit 114:109 geschlagen und damit die Serie im Best-of-Seven-Modus ausgeglichen. Doch der Sieg war überschattet von einer umstrittenen Rote Karte für Spurs-Superstar Victor Wembanyama, die die Debatte um dessen Schutz in der physischen NBA neu entfacht.
Edwards glänzt, wembanyama fliegt
Anthony Edwards führte die Timberwolves mit einer herausragenden Leistung an. Der Guard erzielte 36 Punkte und war vor allem im Schlussviertel kaum zu stoppen. Doch der eigentliche Aufreger des Abends war der frühe Ausschluss von Wembanyama. Nach nur zwölf Minuten Spielzeit kam es zu einer unglücklichen Kollision mit Naz Reid, bei der der Rookie Naz Reid am Hals traf. Die Schiedsrichter werteten den Vorfall als Flagrant Foul 2 und schickten den Franzosen vom Feld.
Wembanyama hatte bis zu diesem Zeitpunkt lediglich vier Punkte, vier Rebounds und einen Assist beigesteuert – deutlich zu wenig für einen Spieler, der seine Spurs bislang durch die Playoffs getragen hatte. Der Ausschluss wirkte sich nicht unerheblich auf den Spielverlauf aus, obwohl San Antonio trotz des Schocks im Spiel blieb.

„Er muss sich selbst schützen“: spurs-coach kritisiert schiedsrichter
Spurs-Headcoach Mitch Johnson ließ seiner Frustration nach dem Spiel freien Lauf. „Bei der Masse an Physis, mit der Leute gegen ihn spielen, muss er sich an irgendeinem Punkt selbst schützen. Bei jedem Spielzug auf jedem Teil des Parketts versuchen Leute, ihre Physis gegen ihn zu etablieren“, argumentierte Johnson. „Wir beschweren uns nicht, weil wir einfach spielen. Uns ist das scheißegal. Aber irgendwann sollte er geschützt werden. Falls das nicht passiert, muss er sich selbst beschützen, und dann passiert leider so etwas.“
Die Timberwolves nutzten die Überzahl zwar nicht sofort aus, doch ein entscheidender Dreier von Edwards fünf Minuten vor Schluss brachte Minnesota die erste Führung des Abschnitts. De’Aaron Fox stemmte sich mit 24 Punkten und drei Steals gegen die Niederlage, während Rookie-Guard Stephon Castle mit 20 Punkten, sechs Rebounds und vier Assists überzeugte. Dylan Harper vom Minnesota-Bankgarnitur kam auf beeindruckende 24 Punkte.

Gobert dominiert die bretter, bank entscheidet
Während Wembanyama mit seinem Ausschluss die Schlagzeilen dominierte, konterte Minnesota mit einer starken Teamleistung. Center Rudy Gobert zeigte ein Double-Double (11 Punkte, 13 Rebounds) und dominierte die Bretter. Jaden McDaniels (14) und Naz Reid (15/9) trugen ebenfalls wichtige Punkte bei. Die Timberwolves-Bank sorgte für zusätzliche Energie und Sicherheit.
Die Serie wechselt nun zurück nach Minneapolis, wo am Dienstagabend (Ortszeit) Spiel 5 steigt. Das Duell verspricht Spannung pur, denn der Sieger trifft im Conference Final auf das aktuell ungeschlagene Top-Seed Oklahoma City Thunder oder die Los Angeles Lakers. Die Entscheidung liegt nun bei den Timberwolves – können sie den Heimvorteil nutzen und die Serie für sich entscheiden? Die Antwort wird am Dienstag gegeben.
