Eishockey-wm: kreis' überraschungs-aufgebot steht – sechs berliner verstärken das team!
Berlin bebt! Kurz vor dem Start der Eishockey-Weltmeisterschaft in der Schweiz hat Bundestrainer Harold Kreis ein überraschendes Aufgebot bekannt gegeben. Ein Sextett der Eisbären Berlin stößt zur Nationalmannschaft und sorgt für frischen Wind im Team – ein Schachzug, der die Konkurrenz nun nervös macht.

Wer rückt nach und warum ist das so wichtig?
Der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) bestätigte am Montag die Nominierung von Jonas Stettmer (Tor), Kai Wissmann und Eric Mik (Verteidigung) sowie Andreas Eder, Frederick Tiffels und Manuel Wiederer (Sturm). Diese erfahrenen Berliner Spieler, gerade nach den Absagen von Leistungsträgern, sind ein enormer Qualitätsschub für das deutsche Team. Die Abwesenheit von Leon Draisaitl, Tim Stützle und John-Jason Peterka, die sich anderweitig verpflichtet fühlen, wiegt schwer, doch Kreis scheint mit dieser jungen, hungrigen Truppe eine neue Dynamik zu entfachen.
Moritz Seider, nach einem Testspiel gegen die USA, ist ebenfalls dabei. Allerdings müssen wir festhalten: nur drei Spieler aus der NHL – Seider, Grubauer und Samanski – haben den Weg nach Europa gefunden. Das ist ein bitterer Fakt, der die Erwartungen dämpft. Sportvorstand Christian Künast sprach zu Recht von einer „keinen leichten Entscheidung“ – die Alternativen waren rar, die Anforderungen hoch.
Die Zahl, die wirklich ins Auge fällt: Nur 13 Spieler aus der letztjährigen Olympia-Auswahl sind für die WM dabei. Ein deutlicher Hinweis auf den Umbruch, der stattfindet. Die fehlenden Routiniers wie Justin Schütz und Tobias Rieder werden schmerzlich vermisst, aber die jungen Wilden müssen nun zeigen, was in ihnen steckt. Besonders ergreifend ist die Geschichte von Andreas Eder, dessen erste WM-Nominierung gleichzeitig der erste Jahrestag des Todes seines Bruders ist – ein emotionaler Anker in einer turbulenten Zeit.
Die deutsche Mannschaft trifft in Zürich in Gruppe A auf starke Gegner wie Finnland, die USA (als amtierender Titelverteidiger), Gastgeber Schweiz, Lettland, Österreich, Ungarn und den Aufsteiger Großbritannien. Es wird ein hartes Stück Arbeit, aber mit dem Berliner Sextett im Rücken und dem unbedingten Willen zum Erfolg, ist alles möglich. Die WM beginnt am Freitag gegen Finnland – ein Duell auf Augenhöhe, das für die Stimmung entscheidend sein wird.
Denn eines ist klar: Die deutsche Mannschaft wird nicht chancenlos ins Turnier gehen, sondern mit einer Mischung aus Erfahrung und jugendlichem Elan für Überraschungen sorgen. Und das ist gut so – Eishockey braucht Geschichten, Leidenschaft und den unbändigen Glauben an den Sieg.
