Wembanyama zerstört bulls in 8 minuten – spurs jagten neunten sieg
Victor Wembanyama brauchte keine Viertelstunde, um die United Center-Arena in seinen Privatpark zu verwandeln. Nach 8:31 Minuten standen bereits 10 Punkte, 10 Rebounds auf seinem Konto – die Bulls wehrten sich, als hätten sie einen Außerirdischen auf dem Parkett verloren. Am Ende: 41 Punkte, 16 Rebounds, 129:114 – und die neunte Niederlage der Spurs-Serie in Folge für Chicago.
San antonio zieht an lakers vorbei
Die Zahlen sind schon absurd, aber sie erzählen nur die halbe Wahrheit. Wembanyama blockte nicht nur, er vertrieb die gesamte Innenspiel-Philosophie der Bulls. Jedes Mal, wenn DeMar DeRozan oder Nikola Vučević in die Zone zogen, war der 2,24-Meter-Mann bereits da – ein Schatten mit Tentakel-Armen. Die Spurs verbessern sich auf 57 Siege, nur drei Niederlagen hinter Spitzenreiter Oklahoma City.
Dabei hatte das Team von Gregg Popovich vor Wochen noch als Verfolger der Play-In-Plätze gegolten. Jetzt reden selbst eingefleischte Texaner vom Titel. Der Grund liegt nicht nur in der französischen Rakete, sondern in einem Kollektiv, das endlich lernt, Tempo und Raum so zu nutzen, wie es die Moderne der NBA verlangt.

Schröder bleibt effizient, hartenstein fehlt
Während Wembanyama die Highlights klaute, lieferte Dennis Schröder bei den Cavaliers wieder seine Leistungsschablone ab: 3 Punkte, 4 Rebounds, 3 Assists – keine Show, aber auch keine Ballverluste. Cleveland gewann 122:113 in Utah und festigt Rang zwei im Osten. Für Schröder zählt momentan nur die Statistik der Wins, nicht die der Eigenwerbung.
Bei den Thunder fehlte Isaiah Hartenstein weiterhin mit Fersenproblemen, doch Shai Gilgeous-Alexander schob sich selbst in die Verlängerung gegen Detroit und schleuderte 47 Punkte. OKC steht nun bei 60-16, der beste Wert der Liga. Die Frage ist nicht mehr, ob sie die Playoffs erreichen, sondern ob jemand in der Western Conference ihnen überhaupt sieben Mal beikommen kann.

Doncic fehlt, james nicht
Die Lakers demonstrierten gegen Washington, dass auch ein Luka Doncic-freier Kader funktioniert, wenn LeBron James 21 Punkte im Schlafmodus erzielt. 120:101 – und Maximilian Kleber durfte zuschauen. Dallas wird sich fragen, ob sie den deutschen Forward wirklich brauchen oder ob er nur noch Luxus ist.
Die Spurs dagegen haben ihren Luxus mit Wembanyama gefunden. Er ist nicht nur Prospect, er ist schon Realität. Die nächsten Gegner werden sich fragen, ob sie den Franzosen doppeln oder lieber riskieren, dass er allein das Spiel zerlegt. Beides endet meist mit dem gleichen Ergebnis: einem Sieg für San Antonio.
Fazit: Die Westen-Tabelle brennt, Oklahoma City zittert, San Antonio kommt – und irgendwo in den Highlights tickt ein 20-Jähriger, der gerade erst angefangen hat, die NBA neu zu programmieren.
