Warriors ziehen den superstar-joker: leonard und lebron im visier

Die Golden State Warriors schielen bereits auf den Sommer, während sie selbst noch im Play-In-Rennen watscheln. Kawhi Leonard und LeBron James stehen auf der verrückten Einkaufsliste – und das nicht erst seit gestern.

Warriors wollen leonard-blockbuster wiederbeleben

Marc Stein bestätigt: Die Front Office-Crew um Mike Dunleavy Jr. hatte schon im Februar einen „entschlossenen Versuch“ gestartet, Leonard aus Los Angeles zu lösen. Die Clippers verweigerten, die Uhr tickt jetzt lauter. Leonard hat eine Spieleroption für 2024/25, sein Vertrag kann zum perfekten Handelschip werden, wenn er die opt-out-Karte zieht.

Golden State kann ein verlockendes Paket schnüren: Jonathan Kuminga als junger Flügel, Draft-Picks der nächsten Jahre und die 25-Millionen-Einmalzahlung von Chris Paul, die im Juni garantiert wird und sofort weitergetradet werden kann. Die Frage ist nicht mehr, ob die Warriors anrufen, sondern wie schnell sie wählen, wenn die free-agency-Sirenen ertönen.

Lebron-szenario gewinnt substanz

Lebron-szenario gewinnt substanz

Parallel brodelt die LeBron-Gerüchteküche. Stein spricht von „Substanz“ hinter dem verrückten Gedanken, den King in die Bay Area zu lotsen. Die Liga schätzt die Warriors neben den Knicks und vielleicht Philadelphia als einziges realistisches Ziel ein, falls James nach acht Jahren die Lakers verlässt. Die Verbindung ist schnell hergestellt: Er und Curry verbrachten den vergangenen Sommer in Paris gemeinsam – Goldmedaille, gemeinsame Flüge, gemeinsame Gespräche.

Die Salary-Cap-Mathematik ist brutal, aber nicht unmöglich. Ein sign-and-trade um Draymond Green oder ein Package aus Klay Thompson (Bird Rights) plus jungen Flügeln würde L.A. zumindest ein Gesicht wahren lassen. Die Lakers dürften sich trotzdem weigern, ihren Franchise-Gesichtspunkt an den kalifornischen Erzrivalen abzugeben. Doch die Gerüchte allein zeigen: Die Warriors zögern nicht, ihre DNA neu zu schreiben.

Verletzungspech zwingt zu radikalem reset

Verletzungspech zwingt zu radikalem reset

Die Saison verlief wie ein Achterbahnunfall. Curry verpasste 18 Partien, Gary Payton II und Andrew Wiggins fielen monatelang aus, die Defense kollabierte in Schlüsselminuten. Die aktuell 10. Position im Westen spiegelt die Realität: Diese Roster-Konstellation reicht nicht für Titel Nummer fünf. Deshalb flüstert man nun in den Executive-Suiten: Entweder wir landen einen Superstar, oder wir starten den ersten vollständigen Rebuild seit der Weise-Ära.

Die Uhr tickt auch für Coach Steve Kerr. Seine Verlängerung läuft 2026 aus, die interne Erwartung lautet: mindestens eine weitere Finals-Teilnahme bis dahin. Ohne zweiten Top-15-Spieler neben Curry wird das ein Selbstläufer gegen die Zeit.

Die Warriors haben die Insel der Seligen verlassen und paddeln jetzt in offenen Gewässern. Leonard oder LeBron – das sind die beiden Leuchttürme, die sie wieder ans Ufer der Meisterschaft lotsen könnten. Die Liga blickt gebannt auf San Francisco: Wer zuerst ans Telefon geht, bestimmt, ob die Dynastie neue Kapitel schreibt oder endgültig ins Museum wandert.