Wagner-comeback verpufft: magic im abwärtsstrudel
Orlando – Franz Wagner ist zwar zurück, doch die Orlando Magic bleiben in der NBA in einem bedrohlichen Talfahrt gefangen. Das Comeback des deutschen Nationalspielers nach seiner längeren Verletzungspause konnte gestern gegen die Atlanta Hawks nichts anwenden: 101:130 setzte es eine deutliche Niederlage, die die Playoff-Hoffnungen der Magic weiter trübt.
Wagner kämpft, das team versagt
Wagner, der nach wochenlanger Zwangspause erstmals wieder auf dem Platz stand, zeigte eine solide Leistung. In 20 Minuten Spielzeit erzielte er zwölf Punkte, doch er selbst war frustriert. „Ich habe mich ok gefühlt, das ist Teil des Prozesses. Aber wir haben als Team schrecklich gespielt, da hätte ich gerne mehr beigetragen“, sagte der Berliner nach dem Spiel. Seine Worte treffen den Nagel auf den Kopf: Einziges individuelles Bemühen reicht bei dieser Mannschaft offensichtlich nicht aus.

Playoff-traum schwindet
Die Niederlage gegen Atlanta war bereits die achte in den letzten zehn Spielen für die Magic. Der Abstand zu den direkten Playoff-Plätzen wächst, und nun muss sich das Team mit der Aussicht auf das Play-In-Turnier abfinden. Das ist bitter für eine Mannschaft, die sich so viel erhofft hatte. Die Frage ist, ob der Trainer die Kurve noch kriegen kann, bevor es endgültig zu spät ist.
Auch Bruder Moritz Wagner hatte seinen Anteil am Spiel, erzielte in seinen sieben Minuten auf dem Feld zwei Punkte. Der ebenfalls in der NBA spielende Tristan da Silva kam ebenfalls zum Einsatz und verbuchte neun Punkte.
Die Kicker müssen sich in den Spiegel schauen: Es geht nicht nur darum, einzelne Phasen schlecht zu spielen, sondern um eine generelle Einstellung, die auf diesem Niveau nicht hingenommen werden kann. Die Magic haben Talent, aber es fehlt die Konstanz und die mentale Stärke, um in der NBA mithalten zu können. Der Abstieg in die Bedeutungslosigkeit scheint unausweichlich, wenn sich nicht grundlegend etwas ändert.
