Vilariño und del castillo sichern sich fip-silber in parma – sainz dampft orsi-träume ein
Die Padel-Arena im Pro Parma Sport Center bebte zweimal: Erst jubelten Ignacio Vilariño und Mario Del Castillo über ihren zweiten Turniersieg der Saison, dann zerstörte Lucia Sainz gemeinsam mit Teenager-Kollegin Raquel Eugenio den Heimtraum von Spitzenathletin Carolina Orsi.
Fip-silber-mediolanum: das finale im überblick
Bei den Männern starteten Vilariño und Del Castillo furios mit 6-4, ließen im zweiten Satz zwei Matchbälle liegen und kassierten doch noch den 5-7-Ausgleich. Im Match-Tiebreak jedoch schlugen sie sofort zu, gingen mit einem frühen Break auf 3-1 und gaben die Führung nicht mehr heraus – 6-3 im dritten Satz, Pokal Nummer zwei nach Doha.
„Wir haben gelernt, dass ein Turnier nicht vor dem letzten Punkt entschieden ist“, sagte Vilariño, während Del Castillo den Blick schon Richtung nächste Woche richtet: „Wenn wir so weiterspielen, wird der Sprung in die Top-20 nur eine Frage der Zeit.“

Frauenfinale: erfahrung schlägt emotion
Orsi und Letizia Manquillo lagen im ersten Satz mit 5-4 vorne, hatten Satzball – doch Sainz, einst Weltranglistenerste, schaltete den Champion-Modus. Der Break gelang, der Tiebreak folgte, 7-5, 6-3, Nein-Sagen gegenüber 2.000 schreienden Italienern inklusive.
„Ich wollte unbedingt hier gewinnen, aber Lucia hat uns die Luft weggenommen“, sagte Orsi, während Sainz strahlte: „Mit 35 Jahren noch gegen die neue Generation zu gewinnen, ist das Reinste Adrenalin. Ich spiele, solange die Beine mitmachen.“

Vip-proam: fußball-oldies statt taktik-geplänkel
Zuvor sorgten Alessio Tacchinardi und Mark Iuliano für Kurzweil: Das ehemalige Juve-Duo schlug Ex-Parma-Stürmer Alessandro Melli und Nicola Amoruso 6-4 und bewies, dass Tiki-Taka auch mit Padel-Schlägern funktioniert – zumindest für 45 Minuten.
„Wir haben uns auf dem Platz mehr geredet als in zehn Jahren Serie A“, scherzte Tacchinardi, während Melli das Fazit zog: „Der Fußball hat uns geprägt, aber Padel macht süchtig – ich bin dabei, meine Ablöse zu klären.“
Die Zahlen des Wochenendes: 48 Teams, 3.200 Zuschauer, ein einziger Siegerpaar bei den Männern – und eine Legende, die bei den Frauen weiter Geschichteschreibt. Der nächste Stopp der Fip-Tour: Lissabon. Wer dort den zweifachen Doha-Champion stoppen will, braucht mehr als nur Heimvorteil.
