Vikinger erobern die wm – mit rhythmischem remo!

Die Fußball-WM 2026 erlebt eine neue Welle der Begeisterung – und sie kommt direkt aus den Tribünen. Während die Spieler auf dem Platz alles geben, setzen die Fans auf kreative Choreografien und rhythmische Unterstützung, um ihre Mannschaften anzufeuern. Allen voran die norwegische Nationalmannschaft hat mit ihrer „Viking Row“ für Furore gesorgt.

Von senegal bis marokko: die ikonischsten fankulturen der wm-geschichte

Von senegal bis marokko: die ikonischsten fankulturen der wm-geschichte

Die Weltmeisterschaft ist nicht nur ein Fest des Fußballs, sondern auch eine Bühne für außergewöhnliche Fankulturen. Von den Trommeln Senegals im Jahr 2002 bis zu den Vuvuzelas in Südafrika 2010 – jede WM hat ihre eigenen musikalischen und visuellen Highlights hervorgebracht. Doch die „Viking Row“ der Norweger könnte sich als die bisher beeindruckendste Choreografie der Geschichte etablieren.

Was steckt hinter diesem ungewöhnlichen Anblick? Ein synchrones Bewegungsmuster, bei dem die Fans, ob sitzend oder stehend, ihre Arme rhythmisch hin und her bewegen, als würden sie rudern. Dazu kommt ein gemeinschaftlicher Laut, der an das rhythmische Schlagen von Ruderbooten erinnert. Das Ergebnis ist eine riesige, wogende Menschenwelle, die den gesamten Stadion in ein lebendiges Schiff verwandelt – ein „Drakkar“, wie es die Wikinger einst nutzten, um die Meere zu befahren. Die norwegischen Fans haben dieses Spektakel bereits vor dem ersten Spiel gegen den Irak „gespoilert“, mit Videos, die zeigen, wie sie sogar auf Rolltreppen im Stadion in Boston rudern.

Doch die „Viking Row“ ist nicht die einzige außergewöhnliche Fankultur, die die WM-Geschichte geprägt hat. Erinnern wir uns an Island im Jahr 2016 und 2018, deren Fans mit dem „Geyser Sound“ für eine einzigartige Atmosphäre sorgten – ein rhythmisches Trommeln, das zu einem gemeinsamen „Huh“-Rufen führte. Das marokkanische Team profitierte 2022 vom „Thunder Clap“, einem synchronen Klatschen und dem Schlachtruf „Sir!“. Und wer könnte die leidenschaftliche Unterstützung der argentinischen Fans mit ihrem „Muchachos“-Gesang vergessen, der im Jahr 2022 zum Inbegriff des argentinischen Triumphes wurde?

Auch die deutsche Nationalmannschaft hatte ihre Momente. Denken wir an das „Popopo“-Tor von 2006, das aus einer Stadionmelodie des belgischen Klubs Brügge entstanden ist und sich schnell zu einem der beliebtesten Fußballsongs der Welt entwickelte.

Die „Viking Row“ hat das Potenzial, die Geschichte der WM-Choreografien neu zu schreiben. Sie ist ein Beweis dafür, dass Fankultur mehr ist als nur Gesänge und Fahnen – sie ist eine Kunstform, die Leidenschaft, Kreativität und Teamgeist vereint. Und während Haaland und seine Mitspieler auf dem Platz kämpfen, tragen die norwegischen Fans mit ihrer rhythmischen Unterstützung dazu bei, eine unvergessliche WM-Erfahrung zu schaffen. Die Frage ist nicht, ob andere Nationen diesem Beispiel folgen werden, sondern wie sie es tun.