Vieris derby-check: inter zehn punkte vorne – milan braucht ein wunder
Christian Vieri lacht nur noch. „Zehn Punkte Vorsprung für Inter? Tantissimissimi“, spuckt er aus, als hätte das Wort eigenes Leben. Und damit ist klar: Gewinnt Inter am Sonntag im Giuseppe-Meazza, ist die Meisterschaft gelaufen. Kein Fan traut sich das laut zu sagen, aber jeder denkt es.
Derby ohne lautaro – chivus heimliche machtprobe
Der Argentinier fehlt, das Kreuzband zerrissen. Für Vieri ist das der Turbo, der fehlt. „Lautaro löst Spiele in Sekundenbruchteilen, egal wie schlecht er läuft.“ Doch der Ex-Stürmer wirft einen Blick auf die Bank: „Pio Esposito bekommt endlich Luft, und Chivu zeigt, warum er der Boss ist.“ Der junge Rumäne rotiert, schont, stellt um – und niemand traut sich zu murren. Mourinho lächelt woanders.
Milan muss angreifen, sonst wird es langweilig. Allegri kennt die Rechnung: drei Punkte, minus sieben, und die Nerazzurri müssten plötzlich rechnen. „Aber wer glaubt, Inter verliert drei Mal in zehn Spielen, hat den Salat“, schiebt Vieri nach. Atalanta, Roma, Como warten – kein Klacks, aber auch kein Hexenwerk.

Leao zwischen genie und frust – die 70.000 warten auf rabiot
Adrien Rabiot tritt an, die Kurve zittert vor Hass. Wegen eines Videos, das ihn beim Scherz mit einem Gegner zeigt. „Social-Media-Krebs“, sagt Vieri knapp. „Aber er und Modric im Mittelfeld? Da würde ich fünf Jahre Vertrag unterschreiben, nicht verlängern.“ Für Leao bleibt die Devise: „Ball, Strafraum, Tor. Mehr Denken zerstört seinen Tanz.“
Dimarco liefert die Flanken, sieben, acht pro Halbzeit. Esposito wartet in der Mitte, Kopfball-Garant. „Wenn wir so weitermachen, müssen die Milan-Verteidiger bald Helm aufziehen“, grinst Vieri. Und dann kommt die Keule: „Letzte Saison sagte ich: ‚Zieht acht Inter-Spieler raus.‘ Heute sind es wieder sieben, acht – plus Leao, Modric, Rabiot und Maignan.“
Die Uhr tickt. Ein Sieg, und Inter distanziert den Rivalen auf dreizehn Punkte. Die Meisterschaft? Tantissimissimi – und am Sonntag endgültig entschieden.
