Vfb stuttgart vor millionencoup: 4:0 gegen wolfsburg schickt schwaben in richtung champions league
Ein Schritt, und plötzlich riecht es nach Königsklasse. Der VfB Stuttgart hat mit einem souveränen 4:0 gegen den VfL Wolfsburg nicht nur drei Punkte eingesackt, sondern sich selbst in Position für ein internationales Triple gebracht. Nach zwei Jahren Europa League könnte es 2026/27 erstmals wieder die Champions League sein – und das wäre nicht nur sportlich ein Coup.
Hoeneß bleibt stur, die tabelle spricht trotzdem
Trainer Sebastian Hoeneß lehnt öffentliche Zielmarkierungen ab wie ein Schüler die Hausaufgaben. „Ihr kennt mich“, sagt er mit dem Lächeln eines Mannes, der weiß, dass Zahlen lauter sind als Worte. Der VfB liegt nach dem 24. Spieltag nur noch drei Punkte hinter TSG Hoffenheim auf Rang drei, hat Bayer Leverkusen auf sechs Zähler distanziert. Das Nachholspiel der Werkself? Ein Trumpf, kein Garant.
Die Rechnung ist simpel: Je weiter die Schwaben weg von Bayer, desto größer die Chance, dass die Bundesliga einen fünften Champions-League-Platz zugesprochen bekommt. Das UEFA-Koeffizienten-Ranking liegt dicht vor Spanien, ein „Stuttgarter Millionen-Wochenende“ ist längst kein Mythos mehr. Pro Gruppenphase fließen 15,64 Millionen Euro plus Prämien. Hoeneß’ Zurückhaltung hin oder her – das Geld schreit.

Die achillesferse ist geschichte
Vergangenes Jahr bröckelte die Viererkette nach den Abgängen von Anton und Ito. Jetzt steht Jeff Chabot nach seiner Mehrfachbelastung-Erfahrung wie ein Fels, und Ramon Hendriks entwickelt sich zum Abwehrmann von internationalem Format. Gegen Wolfsburg ließ das Duo nichts anbrennen, was selbst Doppelpacker Jamie Leweling nach dem Schlusspfiff als „befreiend“ bezeichnete.
Der Kader ist breiter, die Kräfte frischer, die Niederlage gegen Paris aus dem letzten Frühjahr wirkt wie aus einem anderen Leben. Dennoch: Hoeneß erinnert sich an den Kollaps nach dem 4:0 gegen Freiburg, an die Halbzeiten ohne Fokus, an die Fragen ohne Antwort. Deshalb bleibt die Devise: Kein Slogan, kein Sprechchor, nur Arbeit.
Die nächsten Gegner? Frankfurt, Bochum, Augsburg – alles machbare Spiele. Dazu Pokal-Viertelfinale gegen Leipzig und Europa-League-Achtelfinale gegen Shakhtar. Drei Hochzeiten, ein Ziel: Maximum. Hoeneß wird nicht schwärmen, aber er weiß: Wer bis Mai noch auf drei Pferden reitet, kann am Ende ganz oben sitzen. Die Champions League ruft – leise, aber deutlich.
