Veszprém brennt: pascual warnt psg – drohungen von oben lasten

Morgen um 18.45 Uhr fliegt der Ball in der Veszprém-Arena hoch, und mit ihm der Druck. One Veszprém HC empfängt Paris Saint-Germain zum Hinspiel der K.o.-Runde – für Trainer Xavi Pascual ist das mehr als ein Handballspiel, es ist ein Monatsmarathon, der über seine Zukunft entscheidet.

Pascual schaltet auf angriff: „selbstvertrauen zurück, sofort“

„Wir müssen unser Selbstvertrauen zurückgewinnen und mit maximaler Aggressivität – im positiven Sinne – in beide Spiele gehen“, zitiert der Klub den spanischen Coach. Die Worte klingen nach Kampfansage, aber sie sind auch ein Schuldeingeständnis. Denn nach der jüngsten Serie von Pleiten und Remis in der Liga steht Veszprém nicht nur sportlich auf Kriegsfuß, sondern auch intern. Klubboss Csaba Bartha hatte vor Tagen Strafen für Leistungseinbrüche öffentlich angekündigt. Die Kabine zittert.

Luka Cindric nimmt den Micro und dreht die Spirale weiter nach oben. „Für uns wird das wie ein Finale“, sagt der kroatische Rückraumchef. „PSG hat sich in den letzten Monaten enorm weiterentwickelt.“ Er spricht vom Gegner mit Respekt, aber auch mit der Überzeugung, dass nur ein Sieg zählt. „Ich glaube an unsere Mannschaft“ – ein Satz, der wie ein Mantra klingt, um die eigenen Zweifel zu betäuben.

April-kalender voller fallen

April-kalender voller fallen

Pascual blickt auf den Kalender und zählt auf: PSG-Hinspiel, Liga-Kracher gegen Pick Szeged, Pokal-Halbfinale, Rückspiel in Paris. Vier Wochen, die über Titel und Jobs entscheiden. „Für solche Momente arbeiten wir den größten Teil der Saison“, sagt er. Doch die Realität nagt: Nur zwei Siege aus den letzten fünf Liga-Spielen, die Abwehr wirkt wie offen, und der Kreislauf um Mikita Vailupau läuft nicht rund. Die Franzosen reisen mit Kentin Mahé in Topform an – genau der Spieler, den Veszprém vor Jahren ziehen lassen musste.

Die Drohungen aus der Geschäftsstelle haben die Stimmung zusätzlich angeheizt. Wer unterperformt, fliegt – so lautet die Devise. Das schafft entweder Brandbeschleuniger oder Asche. Die nächsten 60 Minuten zeigen, ob das Veszprém-Projekt noch rettbar ist. Keine Toleranz, kein Platz für Schönspieler. Entweder Sieg oder Saison-K.O. – und vielleicht auch Pascuals Ende.