Verstappen zieht notbremse: ‚wenn der spaß fehlt, bin ich weg‘
Max Verstappen spricht nicht mehr über Punkte, sondern über Abschied. Nach dem Grand Prix von Suzuta brach der viermalige Weltmeister in der BBC ein, was die Boxengasse seit Wochen flüstert: Er spielt mit dem Gedanken, die Formel 1 vorzeitig zu verlassen.
Der Grund ist nicht nur der neunte Platz in der WM, 60 Zähler hinter Spitzenreiter Kimi Antonelli. Der Grund ist das Auto von 2026 – ein Hybrid, der laut Verstappen ‚alles kaputt macht, was ich an diesem Sport liebe‘.
Vertrag bis 2028, aber eine ausstiegsklausel tickt
Red Bull hält den Niederländer noch vier Jahre an der Kette. Doch die Klausel, die ihm erlaubt, nach 2025 zu gehen, ist laut Teamumkreis bereits eingeschaltet. Verstappen bestätigt nur: „Ich denke über alles nach, was hier vor sich geht.“
Die neue Energie-Recovery-Unit treibt 350 kW elektrisch an – fast doppelt so viel wie heute. Das bedeutet: mehr Gewicht, mehr Brems-Paddel, weniger Kurven-Atem. „Man fährt wie auf Sparflamme“, sagt er. „Das ist das Gegenteil von dem, was ich einst begeistert hat.“

Vater jos: „er verliert die lust“
Jos Verstappen, selbst 107 Grand Prix gestartet, sieht seinen Sohn nach Rennen nicht jubeln, sondern grübeln. „Das Fahren fordert ihn nicht. Wenn ein Rennen wie Arbeit wird, verliert Max seine Motivation – das kenne ich von ihm“, warnt er die Telegraaf.
Die Zahlen sind gnadenlos: drei Rennen, zwei Ausfälle, ein sechster Platz. Antonelli dagegen holte zwei Siege und eine Pole. Die Red-Bull-Fabrik liefert Updates, aber keine Lösung für das Grundproblem: das neue Reglement.
Verstappen spielt das Familien-Kartärchen aus. „Ich frage mich: Lohnt sich das, oder genieße ich es mehr, zu Hause bei meiner Freundin und Freunden zu sein?“ Die Antwort steht offenbar schon fest – sie wartet nur auf den richtigen Moment.
Wenn die Motoren 2026 erstmals mit 50 % Elektro-Anteil rollen, könnte der erfolgreichste Pilot der Turbo-Ära bereits auf der Tribüne sitzen. Dann wäre Suzuka nicht nur ein enttäuschender Saisonstart, sondern die Generalprobe für einen Rücktritt, der die Königsklasse ins Mark trifft.
