Vergara und gonzálz jagen in nayarit den nächsten stich gegen helland-hansen/pavlova
Die einzige spanische Beachvolley-Duo auf der amerikanischen Tour, Ana Vergara und Sofía González, packt sofort wieder am Donnerstag an der Playa de Varadero in Nuevo Nayarit. Erst 14 Tage nach Tlaxcala steht für sie der zweite mexikanische BPT-Challenge innerhalb von zehn Tagen an – und diesmal wollen sie mehr als nur das Achtelfinale von Bhubaneswar.

Los geht's um 16 uhr gegen norwegens routiniers
Das Los hat ihnen kein leichtes Los gegönnt: Mit Sunniva Helland-Hansen und Nina Pavlova treffen sie auf ein Team, das seit Mai 2025 durchgehend zusammen spielt und in Busan-Gwangalli bereits Silber holte. Rang 60 der Welt, mehr Erfahrung als jedes andere Team im 24er-Feld – und trotzdem angeschlagen, weil sie in Joao Pessoa in der Quali gegen Corrales/Michelle ausschieden.
Die Spanierinnen kennen die Druckphase. Bhubaneswar war Auftakt, Tlaxcala Lehrgeld, nun folgt in Nayarit der dritte Versuch. Ein Sieg am frühen Donnerstagnachmittag sichert direkt den Einzug in die Sechzehntelfinals. Eine Niederlage schickt sie eine Stunde später in die Verliererrunde gegen das unterlegene brasilianische Duo – egal, ob es Verena/Thainara oder Carol/Giulia trifft. Das Match startet 17:00 Uhr Ortszeit, Mitternacht in Madrid.
Für Vergara/González ist das Turnier ein Gradmesser. Drei Starts, drei verschiedene Kontinente, ein einziges Ziel: Punkte sammeln, um im Sommer nicht mehr um Wildcards betteln zu müssen. Die Beach-Pro-Tour verlangt Konstanz, nicht nur gute Tage. Mit einem Sieg gegen die Norwegerinnen würden sie erstmals in dieser Saison die KO-Runde zweimal hintereinander erreichen – ein Signal, dass das Projekt Zusammenarbeit über nationalen Zufall hinausweist.
Die Anlage in Nuevo Nayarit ist neu, die Flutbilder spektakulär, die Hitze gnadenlos. Sand bei 34 Grad, keine Wolke, dafür Seitenwind aus dem Pazifik. Ein Klima, das technische Aufschläge belohnt und Kraftvolle bestraft. Genau das, was Vergara mit ihrer kurzen Zuspielvariante braucht, um González an den Netzrand zu bringen. Helland-Hansen dagegen setzt auf lange Diagonal-Bälle, um die tiefen Verteidigungszonen auszuhebeln. Wer die ersten fünf Punkte macht, bestimmt den Rhythmus.
Die Uhr tickt. In 48 Stunden entscheidet sich, ob die Spanierinnen die amerikanische Reise mit einem Koffer voller Punkte abschließen oder nur mit Sonnenbrand nach Hause fliegen. Beachvolley ist ein Sport, der keine Erinnerungen an gute Niederlagen zulässt – nur an Ergebnisse. Ana und Sofía wissen das. Und deshalb werden sie diesmal nicht warten, bis die Norwegerinnen ins Match kommen. Sie müssen sofort zustoßen, sonst wird Nayarit nur eine weitere Station mit hübscher Kulisse, aber leeren Händen.
