Van der poel wirft pogacar den sieg vor – und gibt sich selbst die schuld
Mathieu van der Poel spricht Tadej Pogacar den Sieg bei Mailand–Sanremo schon zu – bevor die Deutscher kamen sind. „Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Tadej gewinnt“, sagt der Niederländer, als hätte er seinen eigenen Vorsprung schon abgegeben. Die Aussage hallt durch die Fahrerlager von Sanremo wie ein Vorbote der Niederlage.

Warum van der poel sich selbst unter druck setzt
Der 31-Jährige blickt zurück auf 2025: Pogacar attackierte an der Cipressa, van der Poel klebte am Rad, Ganna auch. Am Ende jubelte wieder van der Poel. Doch statt Selbstvertrauen tankt, liefert er sich ab. „Letztes Jahr hatten wir Rückenwind, so ideal wird es nicht jedes Mal“, sagt er. Die Logik ist verrückt: Wer zweimal gewann, spricht vom nächsten Sieg des Gegners.
Pogacar selbst bleibt kühl. „Ich muss einfach besser sein“, sagt der Slowene. Kein Trick, keine Ankündigung. Sein Team hat mit Isaac Del Toro ein Ass im Ärmel, doch die Taktik hüllt er in Schweigen. Ob Cipressa, Poggio oder Sprint – er habe „ein paar Karten auf der Hand“. Die Form? Top. Die Moral? Noch besser.
Van der Poel dagegen liefert Psychospielchen. Sein Kompliment klingt wie ein Schulterschluss vor dem Finale, ist aber ein Sahnehäubchen von Druck. Wer so von der Überlegenheit des Gegners schwafelt, darf nicht verlieren. Und genau das weiß er. Das Rennen am Samstag ist nicht mehr nur 298 Kilometer, sondern ein Schachduell mit offenen Karten.
Die Wetterkarte verspricht Seitenwind, die Strecke keine neue. Doch die Story ist frisch: Der Favorit, der sich selbst entzaubert, und der Herausforderer, der schweigt. Wer zuerst blinkt, verliert. Sanremo wird nicht nur über Beine entscheiden, sondern über Köpfe. Und van der Poel hat seinen schon jetzt verraten.
