Van der poel vor härtetest: kann pogacar das 'hölle des nordens' bezwingen?
Die Auseinandersetzung um den Sieg bei Paris-Roubaix steht vor der Tür – und mit ihr die Frage, ob Tadej Pogacar endlich das letzte große Monument erobern kann, das ihm bisher verwehrt geblieben ist. Nach seinen Erfolgen bei Mailand-Sanremo und Gent-Wevelgem gilt der Slowene als Top-Favorit, doch die pavierte Hölle Nordens hat schon viele ambitionierte Fahrer in die Knie gezwungen.
Eine tradition voller legenden
Seit 1896 wird Paris-Roubaix ausgetragen, eine Rennklassiker, der für seine brutale Schwierigkeit und seinen historischen Charme bekannt ist. Nur wenige Fahrer konnten dieses Rennen viermal für sich entscheiden: Roger De Vlaeminck und Tom Boonen gehören zu den wenigen Ausnahmemännern, die diese Leistung vollbracht haben. Mathieu van der Poel, der amtierende Champion, hat das Rennen in den letzten drei Jahren dominiert und wird zweifellos alles daran setzen, seinen Titel zu verteidigen.
Doch der Blick richtet sich vor allem auf Pogacar. Der UAE Team Emirates-Pilot hat in dieser Saison bereits bewiesen, dass er in Topform ist, indem er Strade Bianche, Gent-Wevelgem und erstmals Mailand-Sanremo für sich entscheiden konnte. Paris-Roubaix ist das letzte große Puzzle, das er zu lösen versucht. Die Frage ist, ob er den einzigartigen Herausforderungen des Rennens gewachsen ist.

Ein parcours zum zittern: 55 kilometer kopfsteinpflaster
Die Strecke führt die Fahrer über 258,3 Kilometer, wobei 54,8 Kilometer durch 30 Abschnitte mit Kopfsteinpflaster geprägt sind. Der Start erfolgt traditionell in Compiègne, und das Finale findet im legendären Velodrom von Roubaix statt, wo die Fahrer eine Runde absolvieren müssen, bevor sie die Ziellinie überqueren.
Die größte Herausforderung liegt nicht im Profil, das an sich eher flach ist, sondern in den unzähligen Schlaglöchern und unebenen Oberflächen, die die Fahrer und ihre Maschinen auf eine harte Probe stellen werden. Das Rennen erfordert nicht nur körperliche Stärke, sondern auch technische Finesse und eine gehörige Portion Glück, um unfällefrei durch das Feld zu kommen.
Fans können die Rennen live auf Eurosport, HBO Max und Discovery+ verfolgen. Auch Dazn, TimVision und Prime Video bieten die Übertragung an. Das Frauenrennen beginnt um 17:00 Uhr.
Die 'Hölle des Nordens' ist mehr als nur ein Rennen; es ist ein Test der Willenskraft, ein Kampf gegen die Elemente und eine Hommage an die Tradition des Radsports. Ob Pogacar diesen Test bestehen wird, bleibt abzuwarten. Eines ist jedoch sicher: Es wird ein denkwürdiges Rennen.
