Valladolid liefert drama: vasken-duo fegt ligapunkte im barrage weg
Fast 250 Pferde, drei Wettkampftage, — und am Ende entscheiden zwei Sekunden Bravour. Im CSN5* Ciudad de Valladolid gingen am Sonntag beide Grand-Prix-Siege an baskische Reiter, die im Stechen kalte Nerven bewiesen.
Silberliga: iván serrano nutzt jeden zentimeter des geländes
Bei 1,40 m und 21 qualifizierten Paaren wurde Iván Serrano mit der Torda Guyane de Talma zum Maestro des Rhythmus. Er schickte die Stute über die Böschung, ließ sie im linken Kurvenstück noch einmal durchatmen und spurtete so spät, dass die Uhr genau 35 Hundertstel vor Belén Conde stoppte. Die Madrilenin biss sich mit der erst achtjährigen KMS Berlina die Zähne an der letzten Linie aus, schaffte aber den bisher besten Saison-Lauf ihrer jungen Yegua. Bronze ging an Routinier Asís Arango, der mit der siebenjährigen Chaccaría Blue PS bewies, wie viel Potenzial sich noch in den noch grünen Hufen verbirgt.

Goldliga: elorduy rettet mit emir de burgo die ehre der erfahrung
36 Starter, nur sechs Nullfehler — und wieder hatte die Erfahrung das letzte Wort. Pello Elorduy, ebenfalls aus dem Baskenland stammend, jagte Emir de Burgo durch das 1,50-m-Gedränge, schränkte vor dem Wasser nicht ein und stach damit Kevin González de Zárate um 62 Hundertstel aus. Der Vizcainero musste dabei sogar zwischen zwei Zeitfehlern der Konkurrenz hindurchsegeln. Platz drei ging an die 20-jährige Inés Hernández Yanguas, die in ihrer Heimatstadt mit Nemo de Porceyo nur einen Stange ließ — und trotzdem das Publikum in Ekstase versetzte.

Ligatafel: eine spitze, zwei geschichten
Nach Valladolid führt Carlota Olaizola die Silberliga an, während Alfons Roquet in der Goldliga nur noch einen einzigen Punkt Vorsprung auf den nun aufgerückten Pello Elorduy hat. Die Saison ist noch lang — aber der erste Warnschuss ist abgefeuert.
