Valencia zockt sportdirektoren mit almosen-gehalt aus – gourlays 200.000-euro-falle

Ron Gourlay sucht seit Wochen einen Sportdirektor, doch was der Valencia-Chef bietet, ist kein Top-Job, sondern ein 200.000-Euro-Nebenverdienst – brutto, jährlich, inklusive Madrider Preisexplosion. Wer in Spanien kaufmännisch die Champions-League-Truppe basteln soll, muss bei den Cheque erst mal schlucken. Premier-League-Manager lachen: Dort kassieren Sportdirektoren das Dreifache, ohne Personalchefs zu spielen.

Corberán bleibt alleiniger architekt

Corberán bleibt alleiniger architekt

Die Botschaft ist klar: Valencia will keinen primus inter pares, sondern einen Assistenten für Carlos Corberán und Gourlay. Der Coach soll auch 2024/25 die Kader-Liste schreiben, wie schon in dieser Saison, als zwölf Neuzugän eintrudelten. Die Trennung von Cristiano Corona und Carmelo del Pozo hinterließ ein Vakuum, das Lisandro Isei mit seinen Helfern nicht füllen kann. Also die alte Leier: Gehalt runter, Verantwortung rauf.

Der erste Neuzugang steht schon fest: Justin de Haas kommt, Badara Dieng flog wieder raus, weil Corberán den Deal stoppte. Doch vor der Planung steht die Schieflage. Guido Rodríguez will 3,5 Millionen brutto, sonst geht der Argentinier ablösefrei. Cenk Özkacar und Unai Núñez sind nur Leihgaben ohne Kaufoption, Lucas Beltrán kostet Mitspieler-Gehalt, aber keinen Platz im Budget. Thierry Correia soll neu verhandeln – natürlich runter.

Die Cifra habla por sí sola: Valencia verhandelt mit potenziellen Sportdirektoren, die für weniger Geld arbeiten sollen als ein Premier-League-Scout. Gourlay telefoniert seit Wochen durch die Kontaktliste, doch jeder, der den spanischen Markt beherrscht, weiß seinen Wert. Und so bleibt Corberán allein mit dem Stift in der Hand und einem Kader-Loch, das größer ist als das Budget. Die Sommertransferliste ist lang, die Zeit kurz – und der neue Sportdirektor ein Phantom mit Almosen-Vertrag.