Spanien zündet die mtb-saison: templarios-cross startet am 12. april die countdown zur em 2027

Am 12. April knackt Jerez de los Caballeros den Startschuss fürs Preeuropeo Templarios MTB – und damit für eine Saison, die schon jetzt die Muskeln zeigt. 94 Kilometer, 2.300 Höhenmeter, UCI-C2-Punkte und ein Blick auf den Europameister-Titel 2027.

Die Extremadura-Gemeinde wird zur ArenA. 700 Fahrer, drei Strecken, keine Gnade. Der Club Ciclista Jerez de los Caballeros hat die Berge neu gemeißelt: Wer nach 23 Kilometern „La Conquista de la Cima“ überlebt, kennt die eigene Laktatschwelle neu. 763 Meter Gipfel, 23 Prozent Rampe, danach erst mal Luft holen – geht nicht, kommt nicht infrage.

Die strecken im überblick

Pro Trail: 77 km, 2.000 hm. Mini Trail: 45 km, 1.300 hm. Beide starten 9.00 Uhr, beide enden im Schatten der Templerfestung. Die Uhr stoppt erst, wenn die letzte Rampe die Beine entlarvt.

Der Kurs liest sich wie ein Drei-Akt-Drama. Akt eins: Angriff. Akt zwei: Täuschung. Akt drei: K.o. Zwischen Kilometer 65 und 95 jagt die Sierra die letzte Energie aus den Oberschenkeln. Wer hier noch zählt, zählt in der Gesamtwertung.

Warum jerez jetzt schon wichtig ist

Warum jerez jetzt schon wichtig ist

Copa España, Copa Extremadura, UCI-C2 – das Sammelalbum der nationalen Starterfelder. Punkte hier bedeuten Startrecht in Vallnord, Nové Město, Lenzerheide. Kurz: Wer in Extremadura nichts holt, schaut im Sommer vom Sofa.

Die Organisation stemmen der Radsportclub vor Ort, die Regionalregierung und Volvo-Mavensa. Budget: 180.000 Euro. Einsatz: 150 Helfer, vier Medical-Bikes, zwei Hubschrauber. Sicherheit wird gross geschrieben, Selbstversorger sind trotzdem Selbstversorger.

Und die Zukunft? 2027 kommt die EM nach Spanien. Jerez ist Probelauf, Testevent und Visitenkarte. Die Strecken bleiben, der Asphalt nicht. Dafür bleibt der Mythos: Wer hier gewinnt, trägt später eventuell Trikots mit Stern.

Startnummern sind noch zu haben, Meldeschluss ist der 31. März um 23:59 Uhr. Danach heisst es nur noch: Zähne zusammen, Kurbel runter – und hoffen, dass die Festung gnädig ist.