Usa-debakel in atlanta: belgien schlägt 5:2 und lässt pochettino bluten
Atlanta stand Kopf. 75 Tage vor dem WM-Termin kassierte das US-Team eine 2:5-Klatsche gegen Belgien – und die Heimfans buhten ihre Stars nach der Pause aus. Vier Gegentreffer in 29 Minuten, ein verschossener Elfmeter-Kollege, ein Ex-Bundesligist, der doppelt zuschlägt: Das war keine Generalprobe, das war ein Albtraum.
Mckennie jubelt früh, dann bröckelt das system
Weston McKennie schien die Partie auf den Kopf zu stellen. Seine Direktabnahme nach Eckstoß ließ den Mercedes-Benz-Stadion-Dachboden wackeln – 1:0 in der 39. Minute. Doch Zeno Debast antwortete noch vor dem Pausenpfiff. Die Rede war von „Momentum“. Es war bereits weg.
Der zweite Durchgang wurde zur Demontage. Amadou Onana köpfte frei ein, weil die US-Zentrale schlief. Charles De Ketelaere verwandelte einen Handelfmeter, nachdem Antonee Robinson den Ball wie einen heißen Kartoffel-Pass aus der Box boxte. Dodi Lukebakio, gerade noch bei Stuttgart gemopst, schlug zweimal zu – einmal mit links, einmal mit Hacke. Patrick Agyemang traf zwar noch, doch das Publikum hatte längst die Reihen abgebrochen.

Pochettinos kaderfrage wird laut
Mauricio Pochettino hatte Malik Tillman von Leverkusen von Anfang an aufgeboten – ein Experiment, das sich rächte. Die Mittelfeld-Raute um Adams und Musah wurde auseinander genommen wie ein Puzzle im Kindergarten. Die Statistik: 2:11-Torschüsse nach der Pause, 39 %-Ballbesitz, null Durchbräge in der Box. Die Zahlen lügen nicht, sie schreien.
Gruppe D der WM wartet mit Australien, Paraguay und dem Kosovo/Türkei-Sieger. Die Gegner werden dieses Video studieren. Die US-Fans werden sich fragen, ob das Stadion in Dallas genug Papiertüten bereithält. Die Antwort liegt auf dem Platz – und sie ist schwarz-rot-gold gezeichnet.
