Us open: nebel und wind peitschen über shinnecock hills!

Schinnecock Hills, New York – Ein dramatischer Start in den US Open! Nebel und heftiger Wind sorgten für eine zweistündige Verschiebung der ersten Runde, während die Spieler mit den extremen Bedingungen kämpfen mussten. Der Kurs zeigt seine Zähne, doch einige Akteure scheinen sich besser anzupassen als andere.

Überraschungssieg für sam stevens

Überraschungssieg für sam stevens

Der ganz große Coup gelang Sam Stevens, einem Spieler ohne bisherige Erfolge auf der US-amerikanischen Tour. Mit einer starken Rundenwertung von 68 Schlägen (-2) katapultierte er sich an die Spitze. Dazu gesellten sich Rory McIlroy (69) und Ludvig Aberg (69), die ebenfalls eine solide Leistung zeigten. Der Wind, der aus südwestlicher Richtung wehte, machte das Spiel zusätzlich zur anspruchsvollen Platzgestaltung schwer. Viele Bälle landeten in unlösbaren Situationen, was häufig zu Bogey führte.

Der frühe Start von McIlroy, dem amtierenden Masters-Champion, wurde durch zwei Bogeys am Ende der Runde getrübt. Ein spektakulärer Eagle am Par-5 Loch 5 – sein erster bei einem US Open seit 2017 in Erin Hills – gab ihm jedoch einen wichtigen Schub. Der 395-Yard-Drive (361 Meter) legte den Grundstein, gefolgt von einem präzisen Eisen 9, das den Ball nur drei Meter und halb vom Grün entfernt platzierte. Der anschließende Putt ließ ihn jubeln und brachte ihn auf -3.

Ein magischer Moment ereignete sich beim Loch 4, als McIlroy einen unglaublichen Par-Rettung nach einem verunglückten Schlag im Rough hinlegte. Der Ball war auf dem Weg in die Tasche eines Zuschauers, doch es sollte nicht so sein. Scottie Scheffler (72) hingegen litt unter einer merkwürdigen Schwäche: Er konnte Par-Puts verwerten, scheiterte aber regelmäßig an Birdie-Versuchen. Sein Putt ist momentan sein Achillesferse, wie der Auftritt am 18. Loch mit einem frustrierten Faustball verdeutlichte.

Ein Doppel-Bogey am achten Loch unterbrach Schefflers Runde abrupt, nachdem er bereits einen Bogeys nach einem weiteren Fehler am 13. Loch hinnehmen musste. Trotzdem gelang es ihm, sich mit zwei weiteren Birdies zurückzukämpfen. Ludvig Aberg, der bereits bei den vergangenen Majors mit guten Leistungen auf sich aufmerksam gemacht hat, befindet sich erneut in einer aussichtsreichen Position. Tommy Fleetwood, Zweiter in Shinnecock im Jahr 2018, erreichte ein Ergebnis von 70 Schlägen, während Cameron Young und Patrick Reed mit 72 Schlägen ebenfalls im Rennen blieben.

Die vier spanischen Spieler – Rahm, Puig, Hidalgo und Repetto Taylor – werden im Nachmittag-Turnier ihre Runden absolvieren. Die Bedingungen werden voraussichtlich nicht einfacher, und die Spieler müssen all ihre Erfahrung und ihr Können mobilisieren, um sich in dem unerbittlichen Kampf um den Titel zu behaupten.

Die ersten Ergebnisse zeigen deutlich, dass der US Open dieses Jahr ein harter Test für die besten Golfer der Welt sein wird. Die Natur setzt die Regeln, und die Spieler müssen sich anpassen – oder scheitern.