Tuchel spielt mit feuer: rooney überschüttet bundestrainer mit lob!

Die Fußballwelt staunt: Wayne Rooney, englische Legende und TV-Experte, hat nach dem fulminanten 4:2-Sieg seiner Mannschaft gegen Kroatien eine enthusiastische Lobeshymne auf Bundestrainer Thomas Tuchel gefeiert. Seine Worte hallen wider – und werfen einen interessanten Blick auf Tuchels mutige Taktik.

Rooneys urteil: "trainer müssen zocker sein"

Rooneys urteil: "trainer müssen zocker sein"

Rooney, der in 120 Länderspielen 53 Tore erzielte, ließ bei seiner Analyse im BBC-Programm keine Zweifel daran, dass Tuchel einen kühlen Kopf bewiesen hat. "Die besten Trainer sind Zocker“, erklärte der frühere Top-Torjäger. "Tuchel hat nach der Halbzeitpause gezockt und auf Sieg gespielt, um das Spiel zu entscheiden." Eine Aussage, die im deutschen Lager für Zustimmung sorgte, aber auch Fragen aufwirft: Wie viel Risiko ist im modernen Fußball noch erlaubt?

England geriet in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit durch einen Ausgleichstreffer ins Schwimmen. Tuchel reagierte mit einer Halbzeitansprache, die offenbar Wunder wirkte, denn bereits kurz nach Wiederanpfiff markierte Jude Bellingham die erneute Führung. Doch der deutsche Coach setzte seine Taktik konsequent fort. In der 72. Minute wechselte er gleich drei Offensivspieler ein – Marcus Rashford, Buyako Saka und Morgan Rogers. Ein Schachzug, der Rooney begeisterte: "Ich liebe das! Ich liebe diese Einwechslungen. Ich liebe es, wie positiv Thomas Tuchel war."

Hätte Tuchel stattdessen auf Nummer sicher gespielt und auf das Umschaltspiel der Kroaten gewartet, wäre es ein nervenaufreibender Krimi geworden. Stattdessen übernahm der deutsche Manager die Kontrolle und diktierte das Tempo. "Es ist mutig, es zeigt, dass er das Spiel im Griff haben und gewinnen will“, so Rooney.

Einige Fans kritisierten die fehlende Absicherung im Mittelfeld, fragten sich, warum nicht ein defensiver Mittelfeldspieler oder ein zusätzlicher Abwehrspieler gebracht wurde. Doch Tuchel wusste, was er tat. Erst in der 80. Minute brachte er Djed Spence, der prompt das 4:2 von Rashford vorbereitete. "Brillant!“, urteilte Rooney, der Tuchel für seine Entschlossenheit und sein taktisches Geschick lobte.

Die Leistung Tuchels wirft zudem einen neuen Blick auf die Erwartungen an Nationaltrainer. Ist es an der Zeit, dass Trainer mehr Risiko eingehen und den Mut beweisen, auch mal gegen den Trend zu spielen? Die Antwort liegt vielleicht im Spiel selbst – und in der Fähigkeit, die eigenen Spieler zu begeistern und ihnen das Vertrauen zu geben, auch in brenzligen Situationen das Richtige zu tun.

Die WM hält weitere Überraschungen bereit. Südafrika erkämpfte sich gegen Tschechien ein Unentschieden, während Leverkusen mit einem weiteren Coup für Aufsehen sorgte. Doch im Mittelpunkt stand heute der Sieg Englands und die brillante Leistung von Thomas Tuchel, der einmal mehr bewies, dass Fußball eben mehr ist als nur Elf gegen Elf – es ist ein Spiel der Köpfe, der Emotionen und der kalten Berechnung.