Undav-poker: bleibt der stürmer-star trotz champions-league-hoffnungen in stuttgart?
Stuttgart – Deniz Undav ist in aller Munde. Der VfB-Angreifer liefert konstant starke Leistungen und weckt Begehrlichkeiten im In- und Ausland. Bleibt er dem Verein trotz der Aussicht auf die ChampionsLeague treu? VfB-Boss Alexander Wehrle gibt erste Einblicke in die Planungen des Klubs und deutet einen spannenden Transfer-Sommer an.
Wehrles deutliche worte: undav weiß, was er am vfb hat
Der Pokalhalbfinalerückblick gegen Freiburg (1:1 n.V.) verdeutlichte einmal mehr Undavs Wert für die Stuttgarter. Sein Treffer glich aus und gab dem Team neuen Auftrieb. Auch wenn es gegen Bremen (1:1) nicht gelang, ein Tor zu erzielen, ist Undav mit 18 Treffern in dieser Saison eine absolute Lebensversicherung für den VfB. Doch wie lange noch?
Alexander Wehrle betonte gegenüber Sky, dass der Verein aktiv an einer Vertragsverlängerung mit dem DFB-Angreifer arbeitet. „Wir sind im regelmäßigen Austausch mit seinen Beratern und wollen das dann spätestens nach der Saison intensivieren“, so der Vorstandsvorsitzende. Er betonte auch Undavs persönliche Wertschätzung: „Wir wissen, was wir an ihm haben. Er hat eine überragende Quote, ist ein guter Typ, ich mag ihn persönlich sehr und würde mir natürlich wünschen, dass wir zusammenkommen.“
Allerdings räumte Wehrle ein, dass finanzielle Aspekte eine Rolle spielen. „Letztlich haben wir auch eine Gesamtverantwortung, der finanzielle Rahmen muss passen. Er weiß aber auch, was er am VfB hat, er weiß um seine Bedeutung für den VfB.“

Champions-league-qualifikation als gamechanger
Die Chancen für Stuttgart, in die Königsklasse einzuziehen, stehen gut. Aktuell belegen die Schwaben Rang vier, und sogar Rang fünf könnte in dieser Saison ausreichen. Ein Einzug in die Champions League würde den finanziellen Spielraum des VfB deutlich vergrößern. Wehrle bestätigte: „Wir haben dann sicherlich mehr Spielraum, das ist gar keine Frage.“
Allerdings schränkte er ein, dass auch die Gehaltskosten berücksichtigt werden müssen. „Wir haben Verträge so gestaltet, dass wir ein Bundesliga-Gehalt, ein Europa-League-Gehalt und ein Champions-League-Gehalt haben. Wenn wir uns für die Champions League qualifizieren, verdienen die Spieler automatisch mehr im Grundgehalt.“
Zudem deutete Wehrle an, dass der VfB möglicherweise verstärkt auf dem Transfermarkt aktiv werden müsste. „Das hängt wiederum davon ab, ob uns Spieler verlassen wollen.“
Ein Blick auf die Pokalchance: Auch der Gewinn des DFB-Pokals würde die Kassen des VfB zusätzlich füllen – mit 4,32 Millionen Euro. Wehrle zeigte sich optimistisch: „Wir sind sicherlich kein Favorit in diesem Spiel, aber wir rechnen uns Chancen aus.“
Die Entscheidung über Undavs Zukunft hängt also von mehreren Faktoren ab: der Champions-League-Qualifikation, den finanziellen Möglichkeiten des VfB und Undavs eigenen Ambitionen. Eines ist jedoch klar: Der VfB wird alles daran setzen, seinen wertvollen Stürmer zu halten. Denn ohne Undavs Torgefahr wird es für den VfB schwer, seine Erfolgsgeschichte fortzuschreiben.
