Undav zieht den stecker: vfb schmettert leipzig in die krise
Deniz Undav hat RB Leipzig in der 56. Minute kaltgestellt – und das nicht nur mit dem Ball. Sein Foul von Vandevoordt genutzter Befreiungsschlag zum 1:0 war die Szene, die das Spiel zerlegte und die Champions-League-Tür weit für den VfB aufstößt.
Ein tor wie ein k.o.-haken
Stuttgart – Die Cannstatter feierten, Leipzig taumelte. Undav sprintete, sah den Keeper zu weit aufrücken und schob einfach drauf. „Training, Erfahrung, Reflex“, sagt er danach, als hätte er nur die Zeitung gelesen. Die Muskelpose folgt zur Gewohnheit, das 1:0 bleibt die Tatsache. RB brach in sich zusammen, die Schwaben zogen die Köpfe ein und verteidigten mit dem Nacken.
Sebastian Hoeneß sprach von „total commitment“, was bei ihm heißt: keine Dribblings-Show, sondern Pressing, Pressing, Pressing. Leipzig lief an, fand kein Loch. Die Statistik: 58 % gewonnene Zweikämpfe für Stuttgart – das ist gegen Leipzigs Tempofußball ein Statement. Die Tabelle: Vierter Platz, 50 Punkte, drei vor Leverkusen, fünf vor Leipzig. Der Vorsprung ist klein, aber die Moral riesig.

Nächste woche porto – dann nagelsmann
Donnerstag in der Europa League steht 1:2-Rückstand gegen Porto an. „Wir haben noch eine Rechnung offen“, sagt Undav und meint damit genau dieses Spiel, nicht die Nationalmannschaft. Bundestrainer Julian Nagelsmann schaute zuletzt weg, doch wer gegen Porto trifft, brennt sich in die WM-Kopfnote. Für Stuttgart wäre ein Viertelfinale das nächste Statement, nach dem Leipziger Schlag.
Die Fans singen bereits von der „Euro-Sensation“, doch Hoeneß warnt: „Erst Porto, dann reden wir.“ Leipzig patzt vielleicht am Freitag gegen Hoffenheim, aber Stuttgart kann sich nur selbst helfen. Die Saison ist kein Sprint mehr, sie ist ein Boxkampf in der letzten Runde – und Undav trägt die schwersten Handschuhe.
50 Punkte, 1:0-Sieg, 29 Jahre Undav – drei Zahlen, die am 15. März 2026 die Champions-League-Luft in Stuttgart dicker werden lassen. Wer jetzt noch zweifelt, sollte die Muskelpose nochmal anschauen: Die steht für Power, nicht für Posen.
