Ufc-schock: strickland stiehlt chimaevs gürtel – wer ist jetzt ungeschlagen?
Las Vegas – Der UFC 328 wird in die Geschichte eingehen, und nicht, weil Khamzat Chimaev endlich seine Dominanz unter Beweis stellen sollte. Sean Strickland, ein Außenseiter mit 31 Kämpfen und sieben Niederlagen auf dem Konto, hat den ungeschlagenen ‘Wolf des Kaukasus’ überraschend in einer einstimmigen Entscheidung besiegt und ihm den Mittelgewichtstitel abgenommen. Ein Schock für die MMA-Welt, der die Frage aufwirft: Wer ist jetzt das Gesicht des ungeschlagenen Aufstiegs?
Die taktik, die chimaev überraschte
Die Erwartungen waren hoch. Chimaev, der als fast unaufhaltsame Kraft galt, sollte seine Grappling-Fähigkeiten gegen Stricklands vermeintlich schwächeres Striking ausspielen. Doch Strickland erwies sich als zäher Gegner als erwartet. Seine unorthodoxe Kampfweise, gepaart mit einer bemerkenswerten Ausdauer, frustrierte Chimaev und verhinderte, dass der Russe seine Stärken voll einsetzen konnte. Das Comeback Strickinglands ist umso bemerkenswerter, wenn man bedenkt, dass er vor dem Kampf als leichter Favorit gehandelt wurde.

Ilia topuria: der neue hoffnungsträger der unbesiegbaren
Mit Chimaevs Niederlage ist die Liste der ungeschlagenen UFC-Kämpfer drastisch geschrumpft. Zuvor gehörten neben Chimaev und dem nun abgesetzten ‘Matador’ Ilia Topuria, Michael Morales, Movsar Evloev und Shavkat Rakhmonov dazu. Topuria, der kürzlich Charles Oliveira in einem beeindruckenden Finish besiegte und nun beide Federgewichtsgürtel hält, steht nun im Rampenlicht. Er ist nicht nur der erste doppelte unbesiegte Titelträger in der Geschichte der UFC, sondern verkörpert auch den Aufstieg einer neuen Generation von Kämpfern, die an die Spitze der Sportart drängen.

Morales, evloev und die frage nach rakhmonov
Michael Morales, der Ecuadorianer, der sich mit spektakulären K.O.-Siegen in der Welterweight-Division einen Namen gemacht hat, ist ebenfalls ein Mann, den man im Auge behalten sollte. Sein jüngster Sieg über Sean Brady hat bewiesen, dass er bereit für eine Titelchance ist. Ebenso vielversprechend ist Movsar Evloev im Featherweight, obwohl seine Siege oft von mangelnder Finesse geprägt sind. Die größte Fragezeichen markiert jedoch Shavkat Rakhmonov. Der kasachische Welterweight-Kämpfer, der bisher jeden Gegner mühelos bezwungen hat, leidet unter einer Knieverletzung und könnte längere Zeit ausfallen. Sein Comeback ist ungewiss und wird entscheidend dafür sein, ob er seinen Platz an der Spitze der ungeschlagenen Kämpfer zurückerobern kann.

Basharat: der stille außenseiter
Nicht zu vergessen ist Farid Basharat, der unauffälligste der genannten Kämpfer. Mit sechs Siegen in der Bantamweight-Division hat er sich einen Namen gemacht, auch wenn ihm es bisher an herausfordernden Gegnern mangelt. Er ist der erste, der wahrscheinlich scheitern wird, aber wer weiß, vielleicht birgt er ja auch ein verborgenes Potenzial.
Strickinglands Triumph ist eine Mahnung: Im MMA ist alles möglich. Die einst so sichere Dominanz von Chimaev ist gebrochen, und eine neue Ära der Ungewissheit hat begonnen. Die Frage ist nun: Wer wird als Nächster den Gürtel ergreifen und den Thron der Unbesiegbarkeit besteigen?
