Überraschungssieg für preußen münster u23 bei spitzenreiter wattenscheid

Überraschungssieg für preußen münster u23 bei spitzenreiter wattenscheid

Die U23 von Preußen Münster hat zum Rückrundenauftakt der Oberliga Westfalen für eine Sensation gesorgt. Beim Tabellenführer SG Wattenscheid 09 setzte sich das Team mit 2:1 durch und bewies damit seine Konkurrenzfähigkeit – und das trotz der Abgänge wichtiger Leistungsträger im Winter. Trainer Kieran Schulze-Marmeling zeigte sich nach dem Spiel äußerst zufrieden.

Schulze-marmeling lobt kämpferische leistung

„Wir wollten die Ersten sein, die sie schlagen – und das haben wir geschafft. Heute haben wir es gut wegverteidigt und mit viel Herz und Leidenschaft gespielt“, erklärte Münsters Trainer Kieran Schulze-Marmeling nach dem Spiel. Eigentlich hatte man sich eine offenere Partie mit mehr Ballbesitz gewünscht, doch am Ende setzte sich die Mannschaft auf eine andere Art und Weise durch. Die Anfangsphase gehörte zwar den Gastgebern, die das Spiel breit machten und durch Standards Druck erzeugten.

Chancen auf beiden seiten

Chancen auf beiden seiten

Schulze-Marmeling betonte jedoch, dass auch seine Mannschaft Chancen gehabt habe. Die zweite Halbzeit war sehr laufintensiv. Da sein Team überwiegend auf Kunstrasen trainiert, sei das Spiel auf Naturrasen körperlich ungewohnt gewesen. Wattenscheid sei zudem sehr robust gewesen und habe das Feld groß gemacht, „daher mussten wir sehr viel laufen und weite Wege gehen.“

Frühe führung und hart erkämpfter sieg

Frühe führung und hart erkämpfter sieg

In der 30. Minute brachte Mikail Demirhan die Gäste per Kopfball nach einer Flanke von rechts in Führung. Wattenscheid glich in der 60. Minute durch Nico Buckmaier aus, doch nur acht Minuten später traf Luca Steinfeldt nach einer Flanke von links zum 2:1-Endstand. Damit kassierte der Tabellenführer nach 24 ungeschlagenen Oberliga-Spielen erstmals eine Niederlage.

Umbruch im winter erfolgreich gemeistert

Der Sieg fällt in eine Phase des personellen Umbruchs. Im Winter verließen die Leistungsträger Marvin Schulz (16 Saisontore/wechselte zum SV Sandhausen) und Melih Sayin (Sportfreunde Siegen) die Mannschaft, um den nächsten Schritt zu gehen. „Wir haben im Winter zwei Topjungs abgegeben, weil sie den nächsten Schritt machen konnten. Das sind Entscheidungen für die Ausbildung“, erklärte Schulze-Marmeling. Schulz könne in Sandhausen mehr lernen, als noch eine halbe Saison in der Oberliga zu spielen.

Interne lösungen statt neuzugängen

Die Abgänge eröffneten gleichzeitig Chancen für andere Spieler. Schulze-Marmeling machte der Mannschaft klar, dass sich dadurch Möglichkeiten ergeben – nicht nur in Spielzeit, sondern auch in Verantwortung innerhalb der Kabine. Statt externer Neuzugänge setzt er auf interne Lösungen: „Wir haben niemanden verpflichtet, und ich habe großes Vertrauen in den Kader.“ Spieler wie Leon Kayser und Niklas Varelmann nutzten ihre Chancen in der Vorbereitung und bestätigten das Vertrauen des Trainers.

Erfahrene kräfte als stütze

Eine wichtige Rolle spielen zudem erfahrene Kräfte wie Pascal Koopmann (35), Bennet Eickhoff (30) oder Luca Steinfeldt (29). „Das ist manchmal noch einmal wie ein zusätzlicher Trainer in der Mannschaft – das möchte ich nicht missen“, sagte Schulze-Marmeling. Junge Spieler könnten oft mehr von erfahrenen Mitspielern lernen als vom Trainer selbst.

Fokus auf entwicklung, kein aufstieg

Trotz Platz fünf mit nur vier Punkten Rückstand verzichtete man bewusst auf den Aufstieg: „Wir sind als Verein noch nicht so weit. Das Offensichtliche ist das Stadion, das uns fehlt, aber es gibt noch andere Dinge.“ Der Fokus liege klar auf der Entwicklung der Spieler für den Profibereich, langfristiger Erfolg und Ausbildung stünden über kurzfristigen Aufstiegsambitionen.