Vanessa voigt krönt sich zu olympia-heldin – ein triumph über zweifel und rückschläge
- Vanessa voigt krönt sich zu olympia-heldin – ein triumph über zweifel und rückschläge
- Tränen der freude nach hartem kampf
- Eine medaille als belohnung für durchhaltevermögen
- Mentale probleme und der weg zurück
- Rückschlag durch atemwegsinfektion
- Der weg zurück an die spitze
- Trainerlob und starke leistung am schießstand
- Nervosität vor dem rennen
- Blick in die zukunft und offene rechnungen
Vanessa voigt krönt sich zu olympia-heldin – ein triumph über zweifel und rückschläge
Vanessa Voigt erlebte bei den Olympischen Spielen einen Höhepunkt, der ihr nach einer schwierigen Zeit besonders viel bedeutet. Mit der deutschen Mixed-Staffel gewann sie die Bronzemedaille, eine Belohnung für harte Arbeit und mentale Stärke. Der Erfolg zeigt, dass sich Umwege lohnen können, wie Voigt selbst erklärte.
Tränen der freude nach hartem kampf
Kurz nach dem Zieleinlauf von Franziska Preuß überkamen Vanessa Voigt die Emotionen. Gemeinsam mit Preuß, Justus Strelow und Philipp Nawrath hatte sie Bronze im Mixed-Staffel-Wettbewerb gewonnen. Anders als bei der Heim-WM 2023 in Oberhof waren es diesmal Tränen der Freude, ein Zeichen der Erleichterung und des Stolzes.

Eine medaille als belohnung für durchhaltevermögen
Für die 28-Jährige ist es die zweite Olympia-Medaille nach Bronze mit der Damen-Staffel in Peking 2022. Doch wichtiger als die Medaille ist die Bestätigung ihres Durchhaltevermögens. Voigt hat in ihrer Karriere mit mentalen Problemen und gesundheitlichen Rückschlägen gekämpft, die sie öffentlich thematisierte und die sie nun überwunden hat.
Mentale probleme und der weg zurück
„Ich habe in meiner Karriere schon einiges erlebt. Letztes Jahr hat der Kopf total gestreikt, dann auch der Körper“, gestand Voigt vor der Saison. Ausgelöst durch den Druck und die fehlende Zeit zur Erholung nach einer Schulter-OP im Jahr 2020, hatte sie mit mentalen Problemen zu kämpfen. Eine Auszeit und das Abschalten vom Biathlon halfen ihr, neue Kraft zu schöpfen.
Rückschlag durch atemwegsinfektion
Nach einem guten Start in den Winter mit Podestplätzen wurde Voigt jedoch durch eine schwere Atemwegsinfektion zurückgeworfen. Sie musste die Saison abbrechen und sich auf ihre Gesundheit konzentrieren. Diese Zeit nutzte sie, um sich mental zu erholen und neue Perspektiven zu gewinnen.
Der weg zurück an die spitze
Die Unterstützung ihres Freundes und das vollständige Abschalten vom Biathlon halfen Voigt, ihre Batterien wieder aufzuladen. Sie lernte, dass es im Leben nicht nur um Medaillen geht, sondern auch um die kleinen Dinge, die man neu lernt und die einen stolz machen. Diese Erkenntnis gab ihr neue Energie für ihre sportliche Karriere.
Trainerlob und starke leistung am schießstand
Felix Bitterling, der Biathlon-Sportdirektor, lobte Voigt als eine der größten Kämpferinnen, die er kennt. Ihre Fähigkeit, auch in schwierigen Zeiten an sich zu glauben und alles zu geben, beeindruckte ihn. Besonders am Schießstand glänzte Voigt mit einer fehlerfreien Leistung und der schnellsten Schießzeit ihrer Runde.
Nervosität vor dem rennen
Noch drei Stunden vor dem Rennen fühlte sich Voigt schlecht und hatte mit starker Nervosität zu kämpfen. Doch im Rennen bewies sie ihre Erfahrung und Coolness und lieferte eine überzeugende Leistung ab. Sie zeigte, dass sie auch unter Druck ihre Stärken ausspielen kann.
Blick in die zukunft und offene rechnungen
Voigt sieht noch Steigerungspotenzial und möchte in den Einzelrennen noch besser abschneiden. Bei den Olympischen Spielen 2022 in Peking hatte sie im Einzel knapp das Podest verpasst. Nun hat sie die Chance, ihre offene Rechnung zu begleichen und erneut für Deutschland erfolgreich zu sein. „Ich will jetzt nicht meckern, aber richtig perfekt war es noch nicht. Im Laufen geht auf jeden Fall noch was.“
