Überraschung in budapest: drei ungarische teams im ehf youth trophy finale!
Die Qualifikationsturniere zum EHF Youth Trophy im Juni in Budapest sind abgeschlossen, und die Ergebnisse werfen einige interessante Fragen auf. Borussia Dortmund, eigentlich ein Titelanwärter, verpasste die Endrunde knapp. Stattdessen dürfen gleich drei Teams aus Ungarn und ein rumänisches Ensemble um den begehrten Titel kämpfen – ein deutliches Zeichen der Dominanz osteuropäischer Jugendmannschaften im Frauenzirkel.
Anne müller und der bvb: ein bitteres ausscheiden
Für Anne Müller, Ex-Nationalspielerin und Cheftrainerin der BVB-Juniorinnen, ist das Ausscheiden ein schwerer Schlag. Das Team zeigte zwar Phasenweise gute Leistungen, doch im entscheidenden Duellgegen den DVSC Debrecen fehlte die nötige Durchschlagskraft. Nach einem ausgeglichenen Spielverlauf (18:18) ließ Debrecen die Dortmunderinnen laufen und setzte sich deutlich ab. Das anschließende Spiel um Platz 3 gegen CS Gloria Bistrita konnte zwar mit 40:26 gewonnen werden, doch der bittere Nachgeschmack des verpassten Finales blieb bestehen. Lena Weißmann im Tor und Nora Lueg mit acht Treffern waren zwar herausragend, doch es reichte am Ende nicht.

Die ungarische dominanz: györi eto kc und ftc budapest im endturnier
Auf der anderen Seite der Medaille steht die beeindruckende Leistung der ungarischen Teams. Der Györi ETO KC, ein etablierter Name im europäischen Handball, qualifizierte sich souverän für das Finale, nachdem man sowohl Podravka Vegeta als auch Hypo Niederösterreich deutlich besiegt hatte. Hypo hatte zuvor Buducnost Podgorica ausgeschaltet, wobei die erst 15-jährige Luna Hahn mit 22 Toren herausragte – eine Leistung, die in der Handball-Szene für Gesprächsstoff sorgte.
Auch der FTC Budapest konnte sich durchsetzen, indem man zunächst Ikast Handbold bezwang und anschließend Gastgeber Lokomotiva Zagreb keine Chance ließ. Die jungen Ungarinnen präsentierten sich als hungrige und ehrgeizige Mannschaft, die sich auf das Endturnier freut.

Rumänien und die türkei: spannende duelle und überraschende ergebnisse
In Rumänien und der Türkei wurden ebenfalls spannende Duelle ausgetragen. In Bistrita scheiterte Borussia Dortmund knapp an Debrecen, während CS Gloria Bistrita gegen Team Esbjerg unterging. Das Team Esbjerg verabschiedete sich dann mit einer weiteren Niederlage gegen DVSC KA Debrecen. In Ankara setzte sich Kepez BSK gegen Metz Handball durch, während CSM Bukarest Odense HU knapp bezwingen konnte. Letztendlich sicherte sich CSM Bukarest den letzten Ticket zum Endturnier.
Die EHF Youth Trophy 2026 verspricht somit ein spannendes Turnier zu werden, bei dem sich junge Handballerinnen aus Ungarn, Rumänien und anderen europäischen Nationen messen werden. Die Dortmunderinnen können hingegen aus ihren Fehlern lernen und sich bereits auf die nächste Saison konzentrieren. Das Ausscheiden ist zwar bitter, bietet aber auch die Chance, sich neu zu fokussieren und stärker zurückzukommen. Die Jugendabteilung des BVB wird zweifellos an ihren Schwächen arbeiten und ihre Talente weiter fördern.
