Tyson: drahtiger receiver mit fragezeichen im gepäck?
Pittsburgh Steelers, aufgepasst: Jordyn Tyson, der talentierte Wide Receiver von Arizona State, sorgt für hitzige Diskussionen im NFL Draft 2026. Sein explosiver Spielstil und seine herausragenden Catch-Fähigkeiten machen ihn zu einem der begehrtesten Prospects – doch eine chronische Verletzungsgeschichte wirft einen langen Schatten auf sein Potenzial.
Die college-jahre: ein versprechen, das durchbrochen wurde
Tyson’s Karriere begann vielversprechend bei den Colorado Buffaloes, wo er bereits als Freshman aufhorchen ließ. 470 Receiving Yards und vier Touchdowns in nur neun Spielen zeigten sein Potenzial für Big Plays. Doch im November 2022 folgte der Schock: ein verheerendes Knie, das nicht nur das vordere Kreuzband (ACL), sondern auch das Innenband (MCL) und das hintere Kreuzband (PCL) beschädigte. Die Saison 2023 fiel komplett aus, ein herber Rückschlag für den aufstrebenden Star.
Der Wechsel nach Arizona State sollte einen Neuanfang bedeuten. Und tatsächlich, in der Saison 2024 entwickelte sich Tyson zur Schlüsselperson im Passing Game der Sun Devils. 75 Catches für 1101 Yards und zehn Touchdowns – beeindruckende Zahlen, die seine Fähigkeit, Separation zu kreieren und auch unter Druck sichere Hände zu zeigen, unterstreichen. Doch auch in den folgenden Jahren blieb er dem Verletzungspech nicht ganz entkommen: muskuläre Probleme und ein Schlüsselbeinbruch bremsten seine Entwicklung.
Die Statistiken lügen nicht:
- 2022 (Colorado): 9 Spiele, 22 Receptions, 470 Yards, 4 Touchdowns
- 2024 (Arizona State): 12 Spiele, 75 Receptions, 1101 Yards, 10 Touchdowns
- 2025 (Arizona State): 9 Spiele, 61 Receptions, 711 Yards, 8 Touchdowns

Ein skillset, das die nfl begeistern könnte
Trotz der Verletzungen ist Jordyn Tyson ein Receiver mit einem kompletten Skillset. Seine Größe (1,88 Meter), Explosivität und Flexibilität machen ihn zu einer vielseitigen Waffe für moderne Offenses. Er kann sowohl im Slot als auch außerhalb agieren und bietet Quarterbacks eine zuverlässige Anspielstation auf verschiedenen Ebenen des Feldes. Besonders beeindruckend ist seine Körperkontrolle entlang der Sideline und seine Fähigkeit, auch schwierige Bälle sicher zu fangen. Seine Geschwindigkeit ermöglicht zudem Big Plays und setzt die Defense unter Druck.
Viele Scouts sind sich einig: Hätte Tyson seine Karriere ohne die zahlreichen Verletzungen bestreiten können, würde er zweifellos deutlich höher im Draft gehandelt werden. Sein Spielmaterial zeigt einen Receiver mit dem Potenzial, in der NFL eine tragende Rolle zu übernehmen. Die Frage ist, ob sein Körper diesen Anforderungen gewachsen ist.
Die New York Jets, die Miami Dolphins und die Cleveland Browns sind nur einige der Teams, die Tyson im Blick haben. Doch gerade für die Pittsburgh Steelers könnte er eine interessante Ergänzung zu Garrett Wilson darstellen – vorausgesetzt, die medizinische Untersuchung gibt grünes Licht. Der Draft in Pittsburgh wird zeigen, ob Tyson seinen Körper in den Griff bekommt und sein Talent endlich voll entfalten kann. Denn eines ist klar: Talent allein reicht nicht. Nur wer gesund bleibt, kann in der NFL bestehen.
