Turn-skandal erschüttert schwäbischen turnbund – jetzt spricht präsident frank!
- Ermittlungen ausgeweitet: der stb unter druck
- Stb-präsident frank: „wir haben jetzt fakten!“
- Konkrete vorwürfe: funktionäre in der kritik
- Bußgeldverfahren gegen stb und dtb eingeleitet
- Arbeitsrechtliche auseinandersetzung: ein wichtiger prozess
- Schutzmaßnahmen und transparenz: der neue kurs des stb
- Die hintergründe: was geschah wirklich?
- Die reaktion des dtb: auch hölzl und gutekunst unter verdacht
Ermittlungen ausgeweitet: der stb unter druck
Der Schwäbische Turner-Bund (STB) steht im Zentrum eines wachsenden Skandals. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat ihre Ermittlungen wegen des Verdachts auf Körperverletzung und Nötigung ausgeweitet. Es geht um Vorwürfe systematischen Missbrauchs, die das Fundament des schwäbischen Turnsports erschüttern. Lange Zeit herrschte Schweigen, doch nun bricht STB-Präsident Markus Frank das Schweigen. Was verbirgt sich hinter den neuen Erkenntnissen?
Stb-präsident frank: „wir haben jetzt fakten!“
In einem exklusiven Interview mit SWR Sport erklärte Markus Frank, dass der STB ab sofort offener über den Skandal sprechen werde. „Wir waren zwischen den Anforderungen des Arbeitsrechts und den Anforderungen der Staatsanwaltschaft limitiert und haben uns deshalb sehr zurückgehalten“, so Frank. Nun habe man jedoch „Fakten in der Hand“, die eine offenere Kommunikation ermöglichen. Das klingt nach einem Wendepunkt in dieser brisanten Angelegenheit.
Konkrete vorwürfe: funktionäre in der kritik
Die Ermittlungen richten sich nicht nur gegen Trainer, sondern auch gegen Funktionsträger des STB. Konkret sind ein aktuelles und ein ehemaliges Präsidiumsmitglied sowie zwei aktuelle und ein ehemaliger Mitarbeiter in leitender Position betroffen. Ihnen wird vorgeworfen, ihre organisatorische Verantwortung vernachlässigt zu haben und somit den Missbrauch ermöglicht oder sogar gefördert zu haben. Die Vorwürfe wiegen schwer.
Bußgeldverfahren gegen stb und dtb eingeleitet
Neben den strafrechtlichen Ermittlungen hat die Staatsanwaltschaft auch ein Bußgeldverfahren gegen den STB und den Deutschen Turner-Bund (DTB) eingeleitet. Dies geschah bereits im Dezember 2025. Der Vorwurf: Verstöße gegen das Arbeitsschutzgesetz. Der finanzielle Druck auf die Verbände wächst, während die Aufarbeitung des Skandals an Fahrt aufnimmt.
Arbeitsrechtliche auseinandersetzung: ein wichtiger prozess
Ein entscheidender Punkt ist die Kündigung einer Trainerin, die vom Stuttgarter Arbeitsgericht für unwirksam erklärt wurde. Der STB will nun im Berufungsverfahren vorgehen, da er während des ersten Prozesses keinen vollständigen Zugriff auf relevante Akten hatte. Frank betont: „Die gesamte Akte wird uns in den nächsten Wochen zugänglich gemacht. Das ist der Grund, warum wir im Berufungsverfahren sind.“
Schutzmaßnahmen und transparenz: der neue kurs des stb
Der STB kündigt konkrete Schutzmaßnahmen an, darunter die Einführung von Kommunikationsrichtlinien in den Trainingsgruppen und die Einrichtung von Task Forces zur Überwachung der Trainingsarbeit. Markus Frank verspricht „vollkommene Transparenz“. Er erklärt, dass man sich zuvor zurückgehalten habe, um die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft nicht zu behindern. Ein klares Signal für eine neue Ära im schwäbischen Turnsport?
Die hintergründe: was geschah wirklich?
Im Dezember 2024/Januar 2025 hatten ehemalige und aktive Turnerinnen öffentlich schwere Vorwürfe gegen das Trainingssystem und den Umgang mit Athleten erhoben. Es ging um systematischen körperlichen und mentalen Missbrauch sowie katastrophale Zustände, insbesondere am Bundesstützpunkt in Stuttgart und am Turnstützpunkt in Mannheim. Diese Schockwellen führten zur Einleitung der Ermittlungen durch die Staatsanwaltschaft.
Die reaktion des dtb: auch hölzl und gutekunst unter verdacht
Auch der Deutsche Turner-Bund (DTB) gerät zunehmend unter Druck. Die Ermittlungen wurden auch gegen DTB-Präsident Alfons Hölzl und Sportvorstand Thomas Gutekunst ausgeweitet. Die Vorwürfe sind gravierend und könnten weitreichende Konsequenzen für den gesamten Verband haben. Die Glaubwürdigkeit des Deutschen Turnsports steht auf dem Spiel.
