Tsg hoffenheim wirft meister rblz gaming raus – vbl-sensation perfekt
Leipzig dachte an Alles – nur nicht an Aymane Mokallik und Fabrice Weiß. Die TSG Hoffenheim schickt den amtierenden VBL-Club-Champion RBLZ Gaming mit zwei späten Toren nach Hause, zerstört damit die ewige Siegesserie des Favoriten und schreibt die erste große Geschichte der 2026er Saison.
Ein 15. der vbl-tabelle schlägt den weltmeister
Die Rollenverteilung war klar wie Glas. Links saß Umut Gültekin, Ex-Weltmeister, mehrfacher deutscher Meister, Teil des Dream-Teams RBLZ Gaming. Rechts Aymane Mokallik, Tabellen-15., gerade noch über die Playoffs ins Achtelfinale geschlittert. Kopf-an-Kopf ging’s los, 1:2 lautete Mokalliks knappe Niederlage im ersten Duell – genug, um den Sieg in der Gesamtwertung offen zu halten.
Dann trat Fabrice Weiß an. Der Mann, der seit Wochen kein einziges Spiel mehr verloren hatte, sollte gegen Levy Finn Rieck, den amtierenden Einzel- und Klubmeister, den Münchhausen-Kniff liefern. „Ich hab mich auf mein Spiel konzentriert, nicht auf seine Statistiken“, sagt Weiß. Was folgte, war ein Krimi im 86. Minute: Pfosten, Tanz auf der Linie, verweigerter Ball – Ekstase statt Katastrophe. In der Nachspielzeit jagte er den Ball zum 2:1-Siegtreffer. Die TSG-Hoffenheim-Bank explodierte, Leipzig schwieg.

Statistik? makulatur. motivation? alles
RBLZ Gaming hatte in dieser Saison noch kein Achtelfinale verloren, geschweige denn einen Titel abgegeben. Die TSG war in der VBL-Gesamttabelle Letzter geworden, musste dreimal in die Relegation. Statistisch gesehen eine klare Angelegenheit. „Auf dem Papier kann unser nächster Gegner ja gar nicht so stark sein wie Leipzig“, spöttelt Mokallik. Das nächste Los: entweder Gladbach oder Magdeburg. Kein Gegner, der Angst macht – zumindest nicht mehr.
Für die TSG geht’s am Sonntag ins Viertelfinale, für Leipzig endet die Titelmission vorzeitig. Die DFL und EA SPORTS dürften sich freuen: Eine Außenseiter-Story, die perfekt ins Social-Media-Zeitalter passt. Und für den Rest der Liga? Die Botschaft ist klar: Jeder kann jeden schlagen – wenn der letzte Sekunden-Treffer sitzt.
