Witzke-streit eskaliert: pajovic blockt vorzeitiges aus
Luca Witzke will weg, Ales Pajovic lehnt ab – beim SG Flensburg-Handewitt ist der Sommer-Transfer zur tickenden Zeitbombe geworden.
Der 26-jährige Nationalspieler erlitt Schulter-OP, Saisonaus, und versuchte laut Bild bereits zweimal, seinen bis 2027 laufenden Kontrakt aufzulösen. Trainer Pajovic reagiert knapp: „Erst gesund, dann reden.“
Verletzung als wegbereiter
Witzke kam im Sommer aus Leipzig, um den linken Rückraum zu verstärken. Doch statt Spielpraxis gab es nur Rückschläge: zunächst nur 18 Minuten in den ersten zwei Spielen, dann fünf Tore in Minden – Hoffnung. Schulter kaputt, Saison vorbei. Die Folge: Frust statt Führung.
Pajovic sieht das nüchtern: „Er hat diese Saison richtig Pech gehabt.“ Doch Pech allein ist es nicht. Wer kaum spielt und sich dann verletzt, sucht Auswege. Witzke fand sie in der Personalabteilung – erfolglos.

Vertrauen verspielt, vertrag blockiert
Der Coach, der den Spieler nie verpflichtete, macht klar: „Jetzt ist es zu früh, über diese Sachen zu reden.“ Stattdessen konzentriere man sich „auf die gesunden Spieler“. Das klingt nach Eiswüste statt Wiederaufbau.
Die Kalkulation ist hart: Flensburg zahlt Gehalt für einen Mann, der nicht spielt, aber kündigen dürfen sie ihn nicht – sonst droht eine Abfindungsschlacht. Witzke sitzt in der Falle, der Klub ebenfalls.
Die Hintertür bleibt trotzdem offen: Kommt er bis Juli 2025 nicht zurück, droht ein erneuter Antrag auf Auflösung – und dann winkt vielleicht doch noch der vorzeitige Abstieg in die 2. Liga oder ein Leihgeschäft. Bis dahin heißt es für Witzke: Reha, Reha, Reha. Für Pajovic: Zahlen, schweigen, weitermachen.
