Fulda schockt mainz ii und entkommt dem abstiegsstau – steinbach kassiert nächste packung
Die SG Barockstadt schreibt am Samstag ein kleines Fußball-Märchen: Moritz Dittmann und Nicola Köhler schrauben zwei späte Nägel ins Mainzer Sarg, der Tabellenvierte tritt nach 87 Minuten mit hängenden Köpfen vom Platz. Plötzlich hat Fulda wieder Luft, während oben zwei Topclubs straucheln.
Frankfurt verspielt mehr als nur drei punkte
FSV-Anhänger erlebten in Balingen einen Déjà-vu-Alptraum. Nach 18 Minuten stand es 2:0, die Aufstiegsfeier schien nur eine Frage der Zeit. Doch die TSG riss in der 2. Halbzeit das Spiel an sich, nutzte jede Unsicherheit in der Frankfurter Hintermannschaft und drehte auf 3:2. Die Elf-Punkte-Lücke zu Spitzenreiter Freiberg kommt keinem Gegner mehr gelegen.
Weiter nördlich ging es für Steinbach Haiger nicht besser. Die Kickers aus Stuttgart servierten dem TSV eine 4:1-Demontage. Nur Eros Dacajs Elfmeter in der 21. Minute war ein schwacher Trost – die Defensive wirkte wie gelähmt, sobald der Gegner Tempo aufnahm.

Kassel bleibt im schaukelstuhl
Beim KSV Hessen Kassel sprach man vor dem Spiel noch von einem „Soll-Heimspiel“ in Großaspach. Am Ende stand dieselbe 0:1-Bilanz wie in fünf der letzten sieben Auswärtspartien. Marius Kundes Treffer reichte, um die Hessen auf Distanz zum sicheren Mittelfeld zu halten. Trainer Sascha Hildmann schickte seine Profis mit eindringlichen Worten in die Kabine: „Wenn wir so weiterspielen, wird es eng.“
Für Fulda zählt jetzt nur noch eins: Der Abstand zu den Abstiegsrängen schrumpft auf vier Punkte, der Glaube ist zurück. Die nächsten drei Spiele bestimmen, ob das Wunder Realität wird – und ob Mainz II erstmals seit fünf Jahren tatsächlich unten mitmischen muss.
