Trump-plan: italien statt iran bei der wm 2026?
Die Fußballwelt staunt: Ein überraschender Vorschlag aus dem Umfeld von US-Präsident Donald Trump sorgt für Gesprächsstoff rund um die anstehende Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko. Der Plan: Italien soll Iran ersetzen. Doch während die Idee in Washington diskutiert wird, gibt es in Rom und Teheran deutliche Zurückhaltung.
Ein umstrittener vorschlag aus dem weißen haus
Laut Berichten des „Financial Times“ soll Paolo Zampolli, ein Sonderbeauftragter des Präsidenten für globale Allianzen, sowohl Donald Trump als auch FIFA-Präsident Gianni Infantino die Idee präsentiert haben, Italien anstelle Irans bei der WM einzusetzen. Zampolli, selbst gebürtiger Italiener, träume von einer Teilnahme der „Azzurri“ im nordamerikanischen Turnier. Der Knackpunkt: Die Initiative scheint im Weißen Haus nicht unumstritten zu sein, wie Trumps lakonische Antwort auf entsprechende Fragen verdeutlichte: „Ich denke nicht viel darüber nach.“
Doch die Lage ist komplexer. Marco Rubio, der US-Außenminister, äußerte sich deutlich besorgter. Er betonte, dass es nicht um die Sportler selbst gehe, sondern um mögliche Begleitpersonen mit Verbindungen zur iranischen Revolutionsgarde. „Wir können keine Terroristen in unser Land lassen, die sich als Journalisten oder Trainer ausgeben“, so Rubio.
Die iranische Nationalmannschaft hat bisher keine Absage an die WM gegeben, äußerte aber Bedenken hinsichtlich der Sicherheit ihrer Spieler und beantragte eine Verlegung der Gruppenspiele von Los Angeles und Seattle. FIFA-Präsident Infantino signalisierte hingegen, dass er davon ausgehe, Iran werde an den Spielen teilnehmen.

Italien zögert: „keine umwege, sondern qualifikation auf dem platz“
Auch die italienische Regierung hält wenig von dem Plan. Sportminister Andrea Abodi erklärte, eine „Reprecheinladung“ für die italienische Nationalmannschaft sei „nicht angebracht“ und betonte, dass sich eine Mannschaft nur durch Leistung auf dem Platz qualifizieren könne. Die „Azzurri“ haben die WM-Qualifikation bereits verpasst.
Die Diskussion um eine mögliche Teilnahme Italiens anstelle Irans wirft nicht nur sportliche, sondern auch politische Fragen auf. Während die USA offenbar Bedenken hinsichtlich der Sicherheit haben, scheint Italien die sportliche Integrität und den Wert der Qualifikation höher zu bewerten. Ob die FIFA in ihrem Kongress am 30. April in Vancouver überhaupt über eine solche Regeländerung diskutieren wird, bleibt abzuwarten.
Die Entscheidung liegt nun bei der FIFA, doch eines ist klar: Der Trump-Plan hat die WM-Vorbereitungen um einiges komplizierter gemacht und zeigt, wie eng Sport und Politik miteinander verwoben sein können. Die Spieler und Fans dürfen hoffen, dass die Entscheidung bald fällt und die Weltmeisterschaft wie geplant stattfinden kann - mit oder ohne Italien.
