Fia kassiert leclerc nachträglich ab: hamilton und colapinto kassieren plätze
Miami – 03:47 Uhr Ortszeit. Die Boxenstraße ist leer, die Tribühen dunkel. Da tickt die Bombe: Die FIA revidiert das Klassifikationsergebnis des Grand Prix von Miami und schickt Charles Leclerc zwei Ränge nach hinten. Grund: Serie illegale Schikane-Cuts in der letzten Runde. 20 Sekunden Strafe – das reicht, um den Monegassen von P6 auf P8 zu stauchen.
Lewis Hamilton und Franco Colapinto lachen: Sie rutschen auf 6 und 7 vor, ohne noch einmal ans Lenkrad zu fassen. Ein Nachspiel, das die WM-Tabelle neu wägt – und Ferrari einen Albtraum beschert.
Der drehbare moment: leclerc touchiert mauer, dann die regel
Die Szene, die alles auslöst, dauert acht Sekunden. Letzte Runde, Bogen 14. Leclerc rutscht über den Apex, streift die Wand, Achsschaden, Heck quietscht. Er stapelt danach fünf Schikanen-Abkürzungen hintereinander, um den kaputten SF-26 noch über die Ziellinie zu bugsieren. Die Stewards sehen die GPS-Spur, vergleichen Sektorzeiten – und zücken den Strafstift.
„Der Fahrer verschaffte sich durch wiederholtes Verlassen der Strecke einen dauerhaften Vorteil“, lautet das Urteil. Durchfahrtsstrafe, umgerechnet 20 Sekunden. Mehr als ein halber Rundenvorsprung – weg.

Verstappen entgeht dem debakel dank leclerc-strafe
Ironie des Sports: Auch Max Verstappen hatte Grund zur Sorge. Der Niederländer kassierte fünf Sekunden für das Überfahren der Boxenausfahrt-Linie, eigentlich Platzverlust. Doch weil Leclerc noch härter bestraft wird, behält Verstappen Rang fünf – nun 13 Punkte vor Norris in der WM.
Kimi Antonelli feiert dagegen unangetastet seinen zweiten Saisonsieg, vor Norris und Piastri. Mercedes sichert sich die Doppel-Party – und die Nachtschicht der Stewards sorgt für das nächste Kapitel in der Chronik der skurrilen Miami-Nächte.
Die neuen Punkte sehen so aus: Antonelli 26, Norris 18, Piastri 15. Hamilton schiebt sich mit 8 Zählern auf Platz fünf im Klassement – alles dank eines Schikane-Schnitzels um 03:47 Uhr.
