Mbappé-skandal: arbeloa verteidigt superstar – und wirft fragen auf!
Madrid – Ein Raunen ging durch die Berichterstattung, ein Stirnrunzeln durch die Fangemeinde: Kylian Mbappé, noch angeschlagen, tauchte in Italien auf. Während seine Teamkollegen sich auf das Saisonfinale gegen Espanyol vorbereiteten, soll der französische Superstar offenbar eine private Reise unternommen haben. Und das kurz vor dem Clásico gegen Barcelona. Die Folge: Eine hitzige Diskussion und eine ungewöhnliche Pressekonferenz mit Trainer José Arbeloa.

Arbeloa’s ausweichmanöver: „jeder macht in seiner freizeit, was er für richtig hält“
Arbeloa versuchte, die Brisanz herunterzuspielen. Seine Antwort auf die Frage nach Mbappés Verhalten wirkte abweisend, fast schon desinteressiert: „In seiner Freizeit darf jeder machen, was er für richtig hält.“ Eine Antwort, die mehr Fragen aufwirft als sie beantwortet. Ist das ein Zeichen von Toleranz oder eine versteckte Kritik an der Professionalität des Weltklassespielers? Die Fans sind sich uneinig.
Doch die Geschichte geht weiter. Denn während Mbappé in Italien weilt, kämpft ein anderer Spieler um seine Zukunft im Verein: Thiago Pitarch. Der junge Spanier, der eigentlich als Talent für die Zukunft galt, erlebt aktuell seine schwierigste Phase im Real Madrid. Seine Einsatzzeiten werden rar, seine Chancen auf eine Nominierung für die Weltmeisterschaft schwinden.
Ein Zeichen des Vertrauens: Pitarch statt Camavinga
Die überraschende Aufstellung von Pitarch gegen Espanyol spricht Bände. Arbeloa setzt auf den jungen Spanier, obwohl er eigentlich als Projekt für die Zukunft galt. Er sieht in Pitarch eine Energie, eine Intensität, die dem gesamten Team fehlt. Im Gegensatz dazu kämpft Camavinga mit mangelndem Selbstvertrauen und verpasst möglicherweise seine Chance auf dem größten Bühnen der Welt.
Und dann ist da noch Dani Carvajal, der Kapitän, der möglicherweise sein letztes Spiel im weißen Trikot bestreitet. Sein Vertrag wird nicht verlängert, und Arbeloa schien in der Pressekonferenz eine gewisse Zuneigung für den verletzten Rechtsverteidiger zu zeigen: „Ich hoffe noch, dass er die Saison auf dem Platz beenden kann, das verdient sich Dani Carvajal.“ Eine bittersüße Botschaft, die das Ende einer Ära markiert.
Der Real Madrid kommt mit mehr Würde als realen Titelchancen an den Clásico. Barcelona kann die Meisterschaft bereits im eigenen Stadion festmachen, sollte Real nicht gewinnen. Doch in dieser Mannschaft, in diesem Verein steckt etwas Besonderes, ein unbändiger Wille, der sich dem Ende widersetzt. Vinicius, das Team, die Identität – sie alle klammern sich an die Hoffnung.
Arbeloa hat seine Botschaften ausgesendet. Jetzt liegt es an den Spielern, sie zu verstehen. Denn am Ende zählt nur eines: Der Kampf bis zum letzten Pfiff. Und vielleicht, nur vielleicht, kann Real Madrid noch einmal überraschen. Eine Saison voller Höhen und Tiefen nähert sich ihrem Ende – und die Frage bleibt: Wer wird die Krone erben?
