Trump pfeift auf iran: wm-teilnahme ist ihm „wirklich egal“
Donald Trump hat die iranischeFußball-Nationalmannschaft offiziell abgeschrieben. „Es ist mir wirklich egal, ob sie kommen“, sagt der US-Präsident – und spült damit die ohnehin bröckelnde Teilnahme des asiatischen Verbandes an der Heim-WM endgültig ins Abseits.
Die bombe fiel in einem interview
Politico hatte den 79-Jährigen in Mar-a-Lago auf die mögliche Teilnahme des Iran gefragt. Seine Antwort war ein verbaler Bodycheck: „Der Iran pfeift aus dem letzten Loch“, sagte Trump und schob nach, dass das Land ohnehin „sehr schwer geschlagen“ sei. Für ihn zählt nur ein Kriterium: Wer den USA militärisch in die Quere kommt, hat beim Turnier nichts verloren.
Damit dementiert der Präsident nicht nur jede diplomatische Rettungsaktion, sondern liefert auch den Freibrief für FIFA und US-Organisatoren, das Thema Iran von der Agenda zu nehmen. Die FIFA schweigt bislang, doch hinter den Kulissen ist man erleichtert: Ein Ausschluss auf Druck der Politik wäre juristisch heikel gewesen – nun kann die Entscheidung offiziell als „Sicherheitsrisiko“ verkauft werden.

Teheran reagiert mit boykott statt planung
Der Iran selbst hat den Frontalangriff der USA und Israels vor zwei Wochen mit dem Satz „Nicht unbeantwortet bleiben“ kommentiert – und prompt alle WM-Vorbereitungen eingefroren. Mehdi Taj, Präsident des iranischen Fußballverbands, ließ verlauten, man blicke „nicht hoffnungsvoll“ auf die Endrunde. Konkret: Kein Vertreter erschien zum Planungstreffen in Atlanta, die Auslosung in Washington wurde boykottiert.
Der Grund ist nicht nur diplomatischer Natur. Drehen wir den Spielfilm zurück: Im Dezember verweigerten US-Behörden Taj und zwei weiteren Topfunktionären die Einreise. Visum abgelehnt, Ticket storniert. Seitdem tickt die Uhr runter – und niemand in Teheran hebt den Hörner ab.

Die gruppe b wartet auf einen phantom-gegner
Für Belgien, Neuseeland und Ägypten bedeutet das Chaos ein vorzeitiges Vorrundenduell auf Ungewiss. Alle drei Partien des Irans sind in US-Stadien terminiert – ohne Gegner drohen Geisterspiele oder kurzfristige Ersatzteams. Die FIFA hat intern ein Notfall-Szenario aufgesetzt: Ein aufstrebendes asiatisches Team aus der Quali-Gruppe würde nachrücken. Doch die Logistik ist ein Albtraum: Flüge, Tickets, Fan-Kontingente, Sicherheitszonen – alles innerhalb von zwölf Wocken neu kalkulieren.
Die Fans reagieren mit Mischung aus Empörung und Erleichterung. In Teheran brennt Twitter: „Unsere Jungs sollen für ein Land auflaufen, das uns bombardiert? Lieber zuhause bleiben.“ Auf US-Seite jubeln Hardliner: „Endlich keine pro-iranischen Choreos in unseren Stadien.“
Die uhr tickt, der ball ruht
Noch 100 Tage bis zum Eröffnungsspiel in New York. Die FIFA pocht auf eine Entscheidung bis spätestens 1. Mai – danach wird der Slot neu vergeben. Trump hat seinen Part bereits runtergespielt: Kein Handshake, keine Pressekonferenz, kein Statement. Einfach „wirklich egal“. Für den Iran bleibt nur die kalte Dusche der Realität: Wer außerhalb des Spielfelds Krieg spielt, darf nicht erwarten, auf dem Rasen applaudiert zu werden.
Die WM 2026 rückt näher – mit oder ohne Iran. Die Trophäe wartet, die Fans auch. Und Trump? Der hat längst das nächste Thema.
