Trier baut macht auf: guillozet bleibt bis 2027
Die Gladiators Trier schmieden schon jetzt die Rüstung für die nächste Bundesliga-Saison. Clayton Guillozet unterschreibt bis 2027 – ein Schachzug, der Aufsteiger-Allüren verpasst und Konstanz signalisiert.

Der guard aus louisiana wird zum gesicht der saar-mosel-ära
Seit seinem Wechsel aus der BGL-Provinz Luxemburg hat der 28-jährige Shooting Guard 88 Pflichtspiele in zwei Ligen bestritten. Dabei entwickelte sich der 1,93-Meter-Mann vom importierten Zusatzkracher zum Leistungsträger, der in der laufenden Spielzeit 12,4 Punkte, 4,1 Assists und eine steile 42 Prozent Dreierquote liefert.
Trainer Jacques Schneider lobt nicht nur die Zahlen, sondern die Kulturarbeit des US-Boys: „Clay versteht, dass Trier kein Durchgangsverein ist, sondern eine Adresse, wo man sich verbiegt, um zu wachsen.“ Schneider selbst verlängerte kürstlich ebenfalls über 2025 hinaus – ein doppeltes Bekenntnis, das in der VBL selten ist.
Mit Guillozet folgen bereits drei Leistungsträger dem neuen Konzept: Hollersbacher und Linßen unterschrieben ebenfalls frühzeitig. Das spart Transfer-Budget, verhindert Sommer-Poker und schafft Planungssicherheit in einem Wettbewerb, in dem sonst bis August jedes Jahr neu geheiratet wird.
Die Botschaft an den Rest der Liga: Trier will nicht nur überleben, sondern sich etablieren. Die Tabellen-Fünfte-Position nach 22 Spielen ist kein Zufall, sondern Frucht einer Strategie, die Personalfluktuation als Gegner begreift. Wer früh verlängert, verhandelt aus Kraft statt aus Not.
Datenpunkt: In den letzten fünf Jahren stiegen 62 Prozent der Bundesliga-Neulinge direkt wieder ab – jene mit früh festgezurrten Kernspielern hatten 17 Prozent mehr Überlebenschancen. Die Gladiators wollen 2027 nicht in dieser Statistik landen, sondern in Play-off-Tabellen.
