Trapani versinkt: 25 minuspunkte wegen steuerschulden – abstieg droht
Der FC Trapani ist am Abgrund. Das nationale Bundesgericht verhängte am Montag weitere fünf Punkte Strafe, weil der Klub Sozial- und Einkommensteuer-Raten aus dem Vorjahr offen ließ. Trapani rutscht damit auf 25 Minuspunkte – und auf den letzten Platz der Gruppe C.
Warum die neue strafe fällig wurde
Die Frist war der 16. Februar. An diesem Tag hätte Trapani die offenen August- und September-Raten der INPS und IRPEF begleichen müssen, die im Rahmen eines Stundungsabkommens mit der Finanzverwaltung lagen. Gekommen ist nichts. Präsident Giuseppe Antonini zahlte nur die laufenden Posten, die alten blieben offen. Ein Ansuchen auf Aussetzung der Forderungen, das die Kommission für steuerliche Streitigkeiten am 12. Februar gewährte, half im Sportgericht nichts.
Die Richter ließen kein Erbarmen. Sie werteten die Saumigkeit als „wiederholte Verletzung administrativer Pflichten“ und legte den Fünf-Punkte-Beschluss auf den Tisch. Trapani hatte gerade am Vortag in der Berufungsverhandlung die bereits verhängten fünf Minuspunkte vom Januar überstanden – nun folgt der nächste Schlag.

Die tabelle lügt nicht
Mit 25 Strafpunkten steht Trapani bei effektiv 18 Zählern und hat den Anschluss an das rettende Ufer verloren. Gleichauf liegt der Siracusa (11 Minuspunkte). Beide Klubs liegen elf Punkte hinter dem ersten Nicht-Abstiegsplatz. Die Regel: Wenn der Vorletzte mehr als neun Punkte Rückstand hat, entfällt der Play-out. Heißt: Bei diesem Stand würden Trapani und Siracusa direkt in die Serie D absteigen.
Vier Spieltage sind noch. Theoretisch 12 Punkte. Doch selbst bei einem Drei-Siege-Traum wäre Trapani auf fremde Schützen angewiesen. Die Realität: Die Krise ist nicht nur sportlicher Natur – sie ist hausgemacht, bürokratisch, finanziell.
Die Fans reagieren mit Mischung aus Wut und Resignation. Auf den sozialen Kanälen kursiert das Hashtag #25punti, das mittlerweile zum Schandmaul der Klubgeschichte wurde. Für Präsident Antonini tickt die Uhr. Ohne sofortige Tilgung der offenen Steuerschulden drohen weitere Sanktionen – und am Ende der Lizenzentzug.
Trapani spielt am Sonntag in Catania. Es ist das Spiel gegen die eigene Demontage. Wer 25 Punkte abgezogen bekommt, muss auf dem Platz schon längst Meister sein, um überhaupt noch eine Chance zu haben. Die Mannschaft ist es nicht. Die Verwaltung schon gar nicht.
