Schlag gegen piraten: dfl stoppt größte illegale sport-streaming-seite
Ein herber Schlag für Sportpiraten: Die DFL und DAZN haben gemeinsam mit der Clearingstelle Urheberrecht im Internet (CUII) eine Sperrverfügung gegen livetv.sx erwirkt. Das bedeutet das Aus für die seit 13 Jahren aktive und vermeintlich größte illegale Sport-Streaming-Plattform im deutschsprachigen Raum – ein Teilsieg im anhaltenden Kampf gegen die Verletzung von Urheberrechten.
Der coup: wie die dfl und dazn zugeschlagen haben
Die juristische Erfolgspartnerschaft zwischen der DFL und DAZN, unterstützt von der CUII, hat sich ausgezahlt. Durch die Bereitstellung von Daten und Analysen konnten die Partner die Rechtslage klar machen und die Sperrverfügung erwirken. Laut DFL-Geschäftsführer Dr. Steffen Merkel bildet dieses Urteil eine solide Grundlage, um zukünftig effektiver gegen illegale Streaming-Netzwerke vorzugehen – insbesondere in Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen und Strafverfolgungsbehörden.
Die Zahlenspiele, die hinter dieser Entwicklung stecken, sind erschreckend. Illegale Streaming-Angebote untergraben nicht nur die wirtschaftliche Basis der Bundesliga und ihrer Partner, sondern gefährden auch die Nutzer selbst. Wie Merkel im Interview mit dem kicker betonte, riskieren Nutzer illegaler Livestreams nicht nur Schadsoftware auf ihren Geräten und Kreditkartenmissbrauch, sondern unterstützen auch kriminelle Strukturen, die diesen Bereich zunehmend als lukrativ erkennen.

Mehr als nur ein urteil: ein wendepunkt?
Ed McCarthy, Chief Operating Officer der DAZN Group, bezeichnet das Urteil bereits als „Wendepunkt im Kampf gegen den Diebstahl von Inhalten in Deutschland“. Doch die DFL weiß, dass dies erst der Anfang ist. Es gilt, die mit livetv.sx verbundenen Anbieter zu identifizieren und weitere rechtliche Schritte einzuleiten. Die Medienrechtepartner müssen nachhaltiger wirtschaften können, und das ist nur durch konsequente Maßnahmen gegen Urheberrechtsverletzer möglich.
Der Erfolg gegen livetv.sx ist ein wichtiges Signal an alle, die versuchen, von der Leidenschaft der Fußballfans zu profitieren, ohne die Rechteinhaber zu respektieren. Es zeigt, dass der Kampf gegen Sportpiraterie ernst genommen wird und dass die DFL, DAZN und die CUII entschlossen sind, ihre Interessen zu verteidigen. Die Fans können nun hoffen, dass die Qualität des Sportschauts nicht durch minderwertige, illegale Streams beeinträchtigt wird.
