Leverkusen zieht stecker: hofmann muss 2027 gehen – und will sofort weg
Jonas Hofmann hat schwarz auf weiß: Nach dem Sommer 2027 ist Schluss bei Bayer Leverkusen. Der Club will den 33-Jährigen nicht über sein laufendes Arbeitspapier hinaus halten – und damit schmilzt die einzige Trumpfkarte, die Hofmann noch besitzt, mit jedem Tag ein bisschen mehr: die Ablöse.
Die chronik eines abschieds, der schon länger schwelt
Er kam 2023 für zehn Millionen Euro aus Mönchengladbach, um dem neu formierten Meisterkandidaten Dampf auf dem Flügel zu geben. 26 Mal lief Hofmann in der Meistersaison von Anpfiff an auf, erzielte sechs Tore, legte fünf auf – ein Leistungsträger. Doch die folgende Spielzeit riss das Fundament unter seinen Füßen weg. Xabi Alonso reduzierte ihn auf 356 Liga-Minuten, viermal durfte er starten, sonst saß er auf der Bank oder wurde gar nicht erst berücksichtigt. Die Champions-League-Auslisteung zum Saisonauftakt war das nächste Signal: Hier zählt der Ex-Nationalspieler nicht mehr zum Kern.
Hjulmand hob ihn anschließend wieder auf die Bühne, doch der Zeitpunkt, sich erneut zu empfehlen, war längst verpasst. „Ich habe die klare Ansage bekommen: Eine Verlängerung ist aktuell kein Thema“, sagte Hofmann gegenüber Sky. Die Konsequenz: Leverkusen wird im kommenden Sommer die letzte Chance haben, eine Transfergebühr zu kassieren – vorausgesetzt, ein Interessent löst die 10-Millionen-Euro-Falle.

„Ich stehe voll im saft“ – hofmann will weiterspielen, nur nicht hier
Ein Karriereende schließt der Routinier kategorisch aus. „Ich werde 35, klar denkt man darüber nach. Aber ich fühle mich topfit, ich will kicken“, betont er. Die Suche nach „der besten Situation“ startete bereits im Frühjahr, damals noch mit leisem Hoffnungsschimmer auf einen Perspektivwechsel in Leverkusen. Dieser Hoffnungstropfen ist jetzt verdunstet. Sollte sich ein Klub finden, der ihm Spielzeit garantiert, werden die Vereinsbosse den Handel nicht blockieren – das Gehalt von rund vier Millionen Euro jährlich würde wegfallen und könnte in neue Projekte fließen.
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: In dieser Bundesligasaison kam Hofmann auf 14 Einsätze, nur drei davon über die volle Distanz. Seine letzte Torbeteuer liegt 13 Monate zurück. Für einen Offensivspieler, der sich mit 33 noch einmal verkaufen will, ist das ein Spiegelbild mit Rissen.
Für Leverkusen bedeutet der vorzeitige Abgang einen weiteren personellen Schnitt nach Andrich, Tapsoba & Co., die ebenfalls über ihren Zenit hinausschauen. Für Hofmann heißt es: Letzte Runde, letzter Shot. Er wird sie woanders absolvieren – und Bayer 04 wird die Rechnung für die teuerste Ersatzbank der Vereinsgeschichte präsentiert bekommen.
