Tottenham stolpert richtung abstieg – tudor glaubt trotz 1:3 gegen palace noch stärker
60.213 Zuschauer, ein frühes Führungstor – und dann nichts als Leere. Tottenham geht gegen Crystal Palace mit 1:3 unter, kassiert die fünfte Pleite in Serie und rutscht auf den Relegationsplatz. Die eigene Fans zischen, der Captain fliegt, die Champions-League-Achtelfinal-Teilnahme wirkt wie ein schlechter Witz.
Tudor nach dem debakel: „ich glaube mehr denn je“
Igor Tudor, seit drei Spielen an der Linie, wirkt wie ein Mann, der eben erst mitbekommen hat, wie tief der Fall ist. Drei Partien, null Punkte – ein Desaster, das keinen einzigen Sieg in der Premier League 2026 offenbart. Die Statistik schreit: elf Ligaspiele ohne Erfolg, nur noch ein Punkt Vorsprung auf Platz 18. Doch der Kroate stemmt sich gegen die Angst: „Nach dem Spiel glaube ich mehr an diese Mannschaft als zuvor. Ich habe gesehen, wer mit mir rudern will – und wer nur Löcher ins Holz schlägt.“
Die Wende blieb aus. Dominic Solanke traf früh, doch Micky van de Ven riss Ismaila Sarr nieder, sah Rot, kassierte den anschließenden Elfmeter – Sarrs erster Treffer. Die norwegische Finalisierung folgte noch vor dem Pausenpfiff, Sarrs zweiter Streich in der Nachspielzeit. Tottenham spielte danach wie betaubt, Vicario wirkte allein gegen den eigenen Ballverlust.

Champions-league-gastspiel in sieben tagen – und der klassenkampf dazwischen
Am Dienstestag winkt das Achtelfinale der Königsklasse gegen Atlético Madrid. Die Ironie: Ein Klub, der in der Rangliste der umsatzstärksten Vereine 2026 mit 2,84 Mrd. Euro auf Platz zwei steht, muss nun gegen Nottingham Forest um die 39. Spieltag-Existenz zittern. Die direkte Konfrontation am 22. März im eigenen Stadion dürfte über Bleiben oder Fallen entscheiden.
Tudor redet sich warm: „Wir müssen nur die Richtigen an Bord behalten. Wenn die Verletzten zurückkommen, haben wir eine gute Mannschaft.“ Doch die Realität lautet: Kein Sieg seit 15. November 2025, elf Punkte aus den letzten 17 Spielen – das reicht selbst für Championship-Verhältnisse kaum. Selbst der seit Wochen abgeschriebene FC Wolverhampton holte 2026 mehr Zähler als die Spurs.
Die Fans pfiffen, aber nicht nur aus Wut. Angst mischt sich unter die Pfiffe – Angst vor 1977, dem Jahr des letzten Abstiegs. Die schönste Arena der Liga nützt wenig, wenn das Herz nicht schlägt. Und so steht Tottenham vor der paradoxen Mission: In sieben Tagen Atlético schlagen, um danach endlich wieder eine Premier-League-Partie zu gewinnen – sonst wird die Champions-League-Teilnahme zur bitteren Nebensache in der Championship.
