Tigst assefa: vom 400-meter-sprinter zur marathon-dominatorin!

Eine Karriere-Wende, die Sportgeschichte schreibt: Tigst Assefa, die junge Äthiopierin, hat sich in Rekordzeit vom 400-Meter-Lauf zum Marathon-Thron katapultiert. Mit zwei Weltrekorden in der Tasche dominiert sie derzeit die Laufelite – eine Entwicklung, die kaum jemand vorhergesehen hätte.

Die überraschende transformation: vom sprint zum langstrecken-könig

Es ist eine Geschichte, die zeigt, dass im Sport alles möglich ist. Vor wenigen Jahren noch auf die 400 Meter fokussiert, ist Tigst Assefa nun die unangefochtene Königin der Marathonstrecke. Der Wechsel kam abrupt, nach einer schweren Achillessehnenverletzung, die ihre Sprintkarriere jäh beendete. Eine vermeintliche Katastrophe wurde zu einem Wendepunkt.

“In diesem Moment war es natürlich sehr schwer”, erinnert sich Assefa. “Ein kompletter Neustart. Aber ich habe gelernt, geduldig zu sein und mich voll und ganz dem Marathon zu verschreiben. Und jetzt bin ich unglaublich stolz auf das, was ich erreicht habe.”

Der Aufstieg war rasant: Ihr Marathon-Debüt im März 2022 absolvierte sie in einer Zeit von 2:34 Stunden. Sechs Monate später, in Berlin, unterbot sie diese Zeit um fast 20 Minuten – ein unglaublicher Sprung.

“Das war der Moment, in dem ich realisiert habe, dass der Marathon wirklich etwas für mich ist”, so Assefa. “Ich habe hart gearbeitet, mich an die Distanz angepasst und gelernt, meinen Körper besser kennenzulernen.”

Der vergleich mit legenden: ein vermächtnis für die ewigkeit

Der vergleich mit legenden: ein vermächtnis für die ewigkeit

Mit ihrem aktuellen Weltrekord von 2:11:53 hat Assefa nicht nur die Marathonwelt im Sturm erobert, sondern auch eine Legende übertroffen. Ihre Zeit ist schneller als die von Abebe Bikila bei den Olympischen Spielen 1964 in Tokio – ein historischer Moment für den äthiopischen Sport.

“Abebe Bikila ist eine Ikone, ein Vorbild für uns alle”, sagt Assefa. “Es ist eine große Ehre, in Verbindung mit seinen Leistungen zu stehen. Aber ich versuche, mich auf meine eigene Entwicklung zu konzentrieren und mich stetig zu verbessern.”

Die Frage, ob die Weltrekorde von Assefa, insbesondere unter Einsatz von Hasenläufern, “sauber” sind, wird zwar immer wieder aufgeworfen. Doch Assefa konzentriert sich auf ihre eigene Leistung und betont die Bedeutung eines fairen Sports. “Ich konzentriere mich auf meine eigene Vorbereitung und meinen eigenen Lauf. Das ist alles, was zählt.”

Während die Diskussionen über die Leistung von Sebastian Sawe und Yomif Kejelcha bei den jüngsten Marathon-Events weitergehen, bleibt Assefa bescheiden und respektvoll gegenüber ihren Konkurrenten. “Sie haben Großartiges geleistet. Es zeigt, welches Niveau wir im Marathon aktuell erreichen.”

Die Zukunft? Tigst Assefa lässt sich nicht in die Karten schauen. “Im Moment konzentriere ich mich auf die Regeneration nach London. Die Entscheidungen über meine nächsten Rennen werde ich in Absprache mit meinem Team treffen.” Ob sie im September in Berlin zurückkehren wird, um einen weiteren Weltrekord zu versuchen? Das bleibt abzuwarten. Eines ist jedoch sicher: Tigst Assefa hat die Marathonwelt im Griff und wird auch weiterhin für Furore sorgen.