Topuria und volkanovski: vom k.o. zur koch-date – krieg stoppt legendäre reunion
Ein Krieg im Nahen Osten verhindert das größte UFC-Duo-Training des Jahres. Ilia Topuria wartet vergeblich auf Alexander Volkanovski in Spanien – stattdassen bereiten sich beide auf neue Titelkämpfe vor, die ihre Freundschaft auf Eis legen.
Am 17. Februar 2024 schlug Topuria in Anaheim mit einer perfekten Rechten die Lichter bei Volkanovski aus. Der Georgier mit spanischem Pass krönte sich zum Federgewichtskönig, der Australier taumelte das erste Mal in der UFC in die Nacht. Statt Groll folgte Respekt. „Er ist der Härteste, dem ich je gegenüberstand“, sagt Topuria heute noch.
Der plan: tapas, technik und titelgeheimnisse
Volkanovski wollte Anfang Juni in Alicante landen. In seinem YouTube-Video zeigt er den gebuchten Flug: „Wir wollten rollen, reisen, vielleicht paella kochen – Ilia kocht gern, ich auch.“ Stattdessen fliegt er nach Bahrain, um Teamkollege Colby Thicknesse zu cornern. Topuria steigt am 14. Juni im Weißen Haus ein – gegen Justin Gaethje um den Leichtgewichtstitel. Zwischen den Zeilen klingt Enttäuschung: „Ich hätte Alex gern hier gehabt, aber Sicherheit geht vor.“
Die beiden haben sich seit dem Knockout zweimal gesehen – einmal in Sydney, wo Aleksandre Topuria im Debüt gegen Thicknesse gewann, einmal in Las Vegas, kurz nachdem Volkanovski den vakanten Federgürtel zurückholte. Beide Male: Selfies, Lachen, Handschlag. Kein Funken Rivalität mehr, nur noch Profi-Verbindung.

Der nächste k.o. steht auf dem programm – aber nicht gegeneinander
Topurias Leichtgewichts-Doppelmission läuft. Gewinnt er gegen Gaethje, plant er den Aufstieg ins Weltergewicht gegen Islam Makhachev. Dreifach-Champion – so etwas gab es nie. Volkanovski will Federgewichts-Champion bleiben, dann wieder nach oben – dritter Versuch. „Wenn Ilia da oben ist, bin ich der Letzte, der ihn erneut fordert. Er ist mir zu sympathisch“, sagt er im Podcast.
Die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich jemals wieder im Käfig treffen, sinkt mit jedem Tag, den der Konflikt im Nahen Osten andauert. Topurias Manager bestätigt: „Sobald die Lufträume frei sind, fliegt Alex zu uns. Aber keiner setzt mehr auf 2024.“ Stattdessen tauschen die beiden per FaceTime Taktik-Videos aus – Volkanovski schickt Analyse von Gaethjes Knockout-Pattern, Topuria schickt Footwork-Drills gegen Evloev und Silva.
Die Fans feiern das Duo als „Buddy-Goals“, die UFC als Marketing-Goldgrube. Doch hinter den Kulissen tickt die Uhr. Topuria ist 27, Volkanovski 35. Je länger der Krieg dauert, desto kleiner das Fenster für gemeinsame Camps. Die Reunion wird zur Rarität – und zur Legende, bevor sie überhaupt stattfand.
Für Juni steht fest: Gewinnt Topuria, fliegt er direkt nach Las Vegas, um den dritten Gürtel zu planen. Verliert er, könnte er runter auf 66 kg und trifft Volkanovski im Titel-Fight – diesmal mit Handschlag vorher. Die Wette läuft: Buchmacher sehen Topuria als Favoriten gegen Gaethje, Volkanovski als Favoriten gegen jeden Federgewichtler. Die Quoten für ein Rematch stehen bei 4,5 : 1 – steigen aber jeden Tag, an dem die Flugverbotszonen bestehen bleiben.
Der einzige Gewinner im momentanen Stillstand: Die Geschichte. Zwei der besten Fighter aller Zeiten, getrennt durch eine geopolitische Krise, vereint durch gegenseitige Bewunderung. Wenn sie sich irgendwann doch noch in Spanien treffen, wird der Sparring-Raum zum Schaukampf – und die Küche zur zweiten Arena. Bis dahin bleibt nur ein Satz, den Volkanovski am Ende seines Videos murmelt: „Ich schulde dir ein Essen, Ilia – und du mir einen Handschlag ohne Handschuhe.“
