Blanco entzaubert la nucía und schreibt hyundai-copa-geschichte neu
Adrián Blanco hat den Rallye de La Núcía nicht einfach gewonnen – er hat sie gekapert. Mit 8 Sekunden Vorsprung vor Carlos Gómez und einem Debüt-Podest für Gerard Comellas verwandelte der 23-jährige Asturier die Traditionsprüfung in seine persönliche Bühne. Das i20N N3, mit dem Pepe Álvarez 2024 noch den Titel sicherte, funktioniert nun unter neuer Regie.

Ein platten reicht, um die machtverhältnisse zu drehen
Bis zur Mittagszeit sah alles nach einem Remake des Vorjahres aus: Adrián Vázquez setzte Bestzeiten, dominierte die Bergstraßen rund um Alicante. Dann das Klackern im Kies – Reifendefekt, Bordwand, Spur verloren. Sekunden später rutschte Blanco an die Spitze, Vázquez rauschte bis auf Platz vier. Die Copa Hyundai hat ihren ersten Führungswechsel 2025 erlebt, und er kam nicht durch Taktik, sondern durch mechanische Rachsucht.
Carlos Gómez schmeckt’s. Der Valencianer fuhr im dritten Anlauf sein bestes Rallye-Wochenende, blieb in allen Wertungsprüfungen unter Radar, ohne zu riskieren. „Endlich mal ein Podium, das nicht nach Glück schmeckt“, sagte er im Ziel, während Alejandro Medín hinter ihm den dritten Rang sicherte. Beide profitierten vom selben Prinzip: keine Fehler, keine Drama, dafür konstante 95 %.
Die einzige Frischzellenkur dieser Saison bekam Gerard Comellas verpasst. Der Katalane rutschte in Arnau Bartés’ ehemaligen Sessel und landete direkt auf Rang vier – ohne je zuvor ein N3-Auto bewegt zu haben. Seine Devise: „Erst mal atmen, dann treten.“ Die Devise ging auf, selbst wenn die Lücke zu Spitze noch 34 Sekunden beträgt.
Hinter den Kulissen lief Hyundai einen Safety-Car-Test. Bartés selbst pilotierte ein zweites i20N N3 durch die Berge, um die neue Bremsen-Kühlung unter Renndauer zu prüfen. Daten lassen die Ingenieure jubeln – die Serie bleibt konkurrenzfähig, ohne dass Teams an der Achse schrauben müssen.
Die Copa Hyundai ist damit bereit für den Rest der Saison. Fünf Rallyes stehen noch aus, doch die Marschroute ist klar: Wer Blanco stoppen will, muss ihn zuerst einholen – und dafür braucht es mehr als nur Glück. Die Klasse hat ihren neuen Maßstab, und er trärt asturischen Akzent.
