Tiger woods wieder vor gericht: promi-gefängnis nach crash mit lkw

Tiger Woods kriecht aus seinem gekippten Land Rover, blutet nicht, aber die Bilder sind trotzdem ein Desaster: Der 15-malige Major-Sieger wurde am Freitag nach einem Unfall auf Jupiter Island wegen Trunkenheit am Steuer verhaftet – und musste acht Stunden im Bezirksgefängnis ausharren.

Kein alkohol im atem, aber die beine wanken

Die Polizei stoppte den Atemalkoholtest, weil die Messung null Promille ergab. Doch als die Beamten eine Urinprobe forderten, um mögliche Medikamente oder Drogen nachzuweisen, verweigerte Woods. „Er wirkte lethargisch und desorientiert“, sagt Sheriff John Budensiek. Die Folge: Anklage wegen Trunkenheit am Steuer, Sachbeschädigung und Verweigerung eines rechtmäßigen Tests. Der Golfer akzeptierte das Strafverfahren, indem er schwieg.

Der Crash selbst wirkt banal, ist es aber nicht. Woods wollte einen Reinigungs-Lkw überholen, touchierte das Heck, sein Fahrzeug kippte auf die Seite. Die Geschwindigkeit war laut Polizei moderate 45 km/h – doch die Symbolik ist brutaler Schwung: Der einst dominierende Sportler rutscht erneut ab, und diesmal nicht auf dem Grün, sondern auf Asphalt.

Verletzte karriere, verletzter körper

Verletzte karriere, verletzter körper

Die Verhaftung kommt einen Monat vor dem Masters, wo Woods eigentlich sein Comeback plante. Seine Bandscheibe wurde im Oktober erneut operiert, im März 2025 riss die Achillessehne. Seit der British Open 2024 kein Turnier mehr. Die Indoor-Liga TGL sollte seine Bühne werden, doch selbst dort schaffte er nur neun Löcher, bevor der Rücken protestierte.

Die Zahl, die alles sagt: sieben Eingriffe am Rücken in zehn Jahren. Der Körper des einstigen Weltranglistenersten ist ein Puzzle, dessen Teile immer schneller auseinanderfallen. Und die Psyche? Die Polizeiakte wächst.

Florida schweigt – woods auch

Florida schweigt – woods auch

Weil Woods den Urintest verweigerte, bleibt der Beweis für Substanzen offen. Florida erlaubt diese Verweigerung, doch die Staatsanwaltschaft kann trotzdem mit Indizien hausieren gehen: dashcam-Video, Zeugenaussagen, das „lethargische“ Verhalten. Woods’ Anwaltsteam dürfte sich auf einen Deal vorbereiten, der Punkte auf dem Führerschein und Sozialstunden einbringt – aber keine Haft. Die PR-Werkstatt arbeitet bereits: „Er bedauert den Vorfall zutiefst“, hieß es in einer knappen Stellungnahme. Mehr nicht.

Die ironische Pointe: Der Unfall ereignete sich auf dem Weg zu seinem eigenen Restaurant „The Woods“ – einem Ort, an dem er sonst Signierstunden für Fans gibt. Nun wartet er auf ein Gerichtsdatum, während Golf-Journalisten fragen, ob Augusta National einen Spieler einlädt, der zwischen Fairway und Handschellen wechselt.

Für Woods ist das die nächste Falltür. Für den Sport die Erinnerung daran, dass Größe auf dem Platz keine Garantie für Stabilität außerhalb ist. Das Masters beginnt am 9. April. Woods hat noch 12 Tage, um seine Reha, seine PR und seine Rechtslage in Einklang zu bringen. Die Uhr tickt lauter als je zuvor.