Viviano schießt gegen ranieri: „keine göttliche macht bei gasperini“

Rom – Die Schlagzeilen überschlagen sich in der ewigen Stadt, und diesmal kommt der Ärger nicht von der Tribüne, sondern aus dem Lager ehemaliger Spieler. Der frühere Torwart Emiliano Viviano hat in einer unmissverständlichen Kritik die Arbeit von Claudio Ranieri beim AS Rom in Frage gestellt – und das mit deutlichen Worten.

Ranieris erwartungen an gasperini: eine fehleinschätzung?

Ranieris erwartungen an gasperini: eine fehleinschätzung?

Viviano, der seine Karriere ebenfalls im Tor des römischen Klubs verbrachte, äußerte sich in einer Live-Übertragung auf Sportium.fun äußerst kritisch. „Ranieri ist kein Gott“, so Viviano unumwunden. „Zu glauben, er könne Gasperini einfach so formen und ihn zu einem ‚Lamm‘ machen, das seinen Anweisungen blind folgt, ist schlichtweg absurd.“

Die scharfe Kritik geht weiter. Viviano hinterfragt, ob Ranieri die Persönlichkeit und den Charakter von Gasperini überhaupt verstanden habe. „Wenn der Trainer sich erst jetzt wundert, wie sich Gasperini verhält, dann hat er ihn nicht verstanden. Oder er war zu selbstsicher und dachte, er könne einen 67-Jährigen nach seinem Willen lenken.“ Die Worte des Ex-Torwarts treffen einen wunden Punkt, denn die Zusammenarbeit zwischen Ranieri und Gasperini scheint von Anfang an von Spannungen geprägt gewesen zu sein.

Die Erfahrung zählt: Viviano weist darauf hin, dass Gasperini kein Unbekannter ist. „Man weiß, was man bei Gasperini bekommt. Er hat in der Vergangenheit ständig mit Sportdirektoren gestritten – und trotzdem Wunder vollbracht. Er hat Spieler aus dem Nichts zu Stars gemacht, sie für 50 Millionen Euro verkauft und sogar die Europa League gewonnen. Wenn man ihn holt, muss man wissen, was er kann und bestimmte Dinge akzeptieren, sonst sollte man sich einen leichter zu handhabenden Trainer suchen.“

Die Äußerungen Vivianos werfen ein Schlaglicht auf die komplizierten Dynamiken im Profifußball und zeigen, dass nicht immer die vermeintlich erfahrensten Trainer die besten Ergebnisse erzielen. Ranieri steht nun vor der Herausforderung, die Kritik zu entkräften und die Mannschaft zu stabilisieren, bevor die Situation weiter eskaliert. Die Frage ist: Kann er die Erwartungen erfüllen, oder hat Viviano Recht, wenn er sagt, dass Ranieri sich übernommen hat?

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