Thun schreibt geschichte: erster meistertitel nach 128 jahren!

Ein Erdbeben im Berner Oberland! Der FC Thun hat die Schweizer Meisterschaft gewonnen und damit eine 128-jährige Wartezeit beendet. Die Bilder der jubelnden Fans werden noch lange in Erinnerung bleiben – ein Triumph, der den Verein und seine Anhänger in einen historischen Moment katapultiert hat.

Die rückkehr des zauberers: lustrinellis meisterstück

Die rückkehr des zauberers: lustrinellis meisterstück

Im Zentrum des Erfolgs steht Trainer Mauro Lustrinelli. Der 50-Jährige, einst selbst ein gefeierter Spieler in der Königsklasse, hat den FC Thun zu einer Einheit geformt, die den Gegnern stets die Stirn bot. Seine Bindung zur Mannschaft ist offensichtlich und wird von den Spielern mehr als gewürdigt. "Es ist vollbracht. Ein Wunder, eine Sensation!", schwärmte Lustrinelli sichtlich bewegt nach dem Spiel.

Doch der Weg zum Titel war alles andere als ein Spaziergang. Nach dem verpassten Aufstieg in die Super League in der vergangenen Saison stand der Verein kurz vor dem Abgrund. Doch Lustrinelli und das Management um Andreas Gerber glaubten an das Projekt und setzten auf Kontinuität. Diese Entscheidung zahlte sich nun aus.

Resilienz als Schlüssel zum Erfolg: Lustrinelli betonte im Interview mit blue Sport, dass der Glaube an das Team und die Fähigkeit, Rückschläge zu überwinden, entscheidend waren. "Wir waren immer überzeugt von diesem Projekt. Wir haben eine grosse Resilienz gezeigt. Nach der verpassten Promotion haben wir uns sofort zusammengesetzt und entschieden: Wir machen einfach weiter, versuchen es noch besser zu machen – mit diesem täglichen Willen, jeden Tag ein Stück zu wachsen."

Die Chemie im Team stimmt. Lustrinelli spricht von einer unglaublichen Mentalität und einem super Teamspirit. Besonders hervorzuheben ist die emotionale Bindung zwischen dem Trainer und seinen Spielern. Innige Umarmungen mit Führungsspielern wie Marco Bürki und Leonardo Bertone nach dem Meisterschaftsgewinn zeigten die tiefe Verbundenheit. "Wir haben uns in diesen Augenblicken nicht viel gesagt, aber ohne Worte sehr viel erlebt", so Lustrinelli.

Und was kommt nach dem historischen Triumph? Lustrinelli, der sich nach den Feierlichkeiten "drei, vier Tage zur Erholung" gönnt, schmunzelte: "Jetzt wird gefeiert. Ich lasse mich überraschen, was kommt." Für den FC Thun beginnt ein neues Kapitel – mit einem Trainer, der den Verein stabilisiert und zu einem ernstzunehmenden Gegner in der höchsten Spielklasse gemacht hat.

Das Märchen von Thun ist noch lange nicht zu Ende. Es hat gerade erst begonnen.