Rb leipzig stürzt sich ins chaos: sexismus-vorwurf nach social-media-patzer

Leipzig – Ein unglücklicher Social-Media-Post hat RB Leipzig am Donnerstag in einen Sturm der Kritik getragen. Der Champions-League-Anwärter verteidigt sich gegen Sexismus-Vorwürfe, nachdem er eine Collage von Union-Berlin-Trainerin Marie-Louise Eta veröffentlicht hatte – ein Schritt, der die Gemüter erhitzt und Fragen nach dem professionellen Umgang mit medialen Situationen aufwirft.

Die eskalation: ein posting, das fehl am platz war

Der Auslöser war ein Austausch zwischen den Vereinen bezüglich der Stadionbesucherinformationen für das Bundesliga-Spiel am Freitag. Unions Post enthielt einen humorvollen Kommentar über die Stadt Leipzig selbst. RB Leipzigs Antwort darauf war jedoch höchst fragwürdig: Eine Collage mit Bildern von Marie-Louise Eta neben Ex-Trainer Marco Rose, sowie ehemaligen Spielern Forsberg und Szoboszlai, begleitet von dem Satz: „Eure Cheftrainerin fand nicht nur die Stadt ganz schön…“.

Die Reaktion der Fans ließ nicht lange auf sich warten. In der Kommentarspalte regte sich Empörung über die unangebrachte Wortwahl und den potenziellen Sexismus-Vorwurf. Die Situation drohte, aus den Fugen zu geraten.

Rb leipzigs verteidigung: eine mischung aus rechtfertigung und verwirrung

Rb leipzigs verteidigung: eine mischung aus rechtfertigung und verwirrung

RB Leipzig reagierte prompt mit einer Erklärung, die versuchte, die Situation zu entschärfen. Der Verein wies Sexismus-Vorwürfe entschieden zurück und begründete die Veröffentlichung der Collage damit, dass sie bereits im Januar 2023 von Eta selbst auf Social Media geteilt worden sei. „Diese Collage haben wir nun erneut – mit einem Verweis auf ihre schöne Zeit in Leipzig und als Reaktion auf einen vorherigen Union-Post – veröffentlicht“, hieß es in der Erklärung.

Der Verein betonte zudem, dass bei RB Leipzig zahlreiche Führungspositionen von Frauen besetzt seien, und verwies auf den Ehemann von Marie-Louise Eta, der als Trainer der U20-Frauenmannschaft tätig ist. Diese Argumentation konnte die Kritik jedoch nicht vollständig zerstreuen. Ole Werner, Trainer von Werder Bremen, lobte Eta als „sehr clever und schlau und eine sehr gute Trainerin“, was die Absurdität der Situation unterstrich.

Marie-louise eta: gelassen im sturm

Marie-louise eta: gelassen im sturm

Die Trainerin selbst zeigte sich unbeeindruckt von den Anfeindungen. „Es beschäftigt mich nicht, es sagt mehr über die aus, die das ins Netz stellen als über die, über die was losgelassen wird“, kommentierte Eta die Situation auf charmante und selbstbewusste Weise. Ihre Ruhe und Professionalität stehen im krassen Gegensatz zum amateurhaften Auftreten von RB Leipzig.

Das Bundesliga-Spiel am Freitag wird nun unter einem anderen Stern stehen. Der Fokus liegt nicht mehr nur auf dem sportlichen Duell, sondern auch auf dem Verhalten der Vereine abseits des Platzes. Es bleibt abzuwarten, ob RB Leipzig aus diesem Fehltritt lernen und in Zukunft einen sensibleren Umgang mit Social Media pflegen wird. Die Affäre zeigt, wie schnell ein unbedachter Tweet eine PR-Katastrophe auslösen kann – und wie wichtig es ist, in der heutigen Zeit über die Grenzen des guten Geschmacks informiert zu sein.