Neuer pausiert: nagelsmann schützt sein torwart-juwel vor risiko
Ein Paukenschlag vor dem DFB-Pokalfinale: Manuel Neuer wird gegen den VfB Stuttgart geschont. Julian Nagelsmann, Bundestrainer des DFB-Teams, setzt auf Nummer sicher und schützt seinen Stammkeeper vor einer unnötigen Blessur. Die Entscheidung wirft einen Blick auf die Prioritäten des Teams vor dem wichtigen WM-Turnier.

Die entscheidung im detail: ruhe für neuer, fokus auf die wm
Die „kleine Blessur“ Neurers, aufgetreten im Bundesliga-Heimspiel gegen Köln, machte die Entscheidung für Nagelsmann offenbar unumgänglich. „Aus Nationalmannschaftssicht ist es gut, dass er noch ein paar Tage Ruhe bekommt und dann top vorbereitet bei uns starten kann“, erklärte der Bundestrainer gegenüber DFB.TV. Jonas Urbig wird somit im Kasten der Bayern stehen, während Neuer sich erholt.
Nagelsmann betonte die enge Abstimmung mit den Verantwortlichen des FC Bayern. „Wir haben zusammen überlegt, was die Chancen und das Risiko dieses Spiels sind“, so der Bundestrainer. Es gehe darum, das Verletzungsrisiko zu minimieren und Neuer in bestmöglicher Verfassung zur WM-Vorbereitung zu bringen. Die Tatsache, dass ein gutes Spiel gegen Stuttgart nichts an Neurers Fitness für das Turnier ändern würde, spielte ebenfalls eine Rolle.
Ein Rhythmusverlust? Nagelsmann winkt ab. Der Bundestrainer räumte ein, dass Neuer durch die Pause „ein Spiel weniger Rhythmus“ habe. Bei seiner immensen Erfahrung sei dies jedoch „gar kein Problem“. Vielmehr gewinnt der Keeper dadurch „noch ein paar Tage mehr Luft“, was für die anstehenden WM-Spiele von Vorteil sei. Die Vorbereitung des DFB-Teams beginnt bereits am Mittwoch in Herzogenaurach.
Neuer, der am vergangenen Samstag gegen Köln verletzt ausgewechselt wurde, hatte bereits in dieser Saison aufgrund eines Muskelfaserrisses in der Wade dreimal gefehlt. Dass der 40-Jährige trotz seines Alters immer noch als deutsche Nummer eins gilt, unterstreicht seine Klasse und Erfahrung. Es bleibt abzuwarten, ob Urbig die Chance nutzen kann, sich vor dem WM-Turnier im Rampenlicht zu präsentieren.
Die Entscheidung Nagelsmanns sendet ein klares Signal: Die WM in den USA, Mexiko und Kanada hat oberste Priorität. Jeder unnötige Risikofaktor wird vermieden, um das Erfolgsteam optimal vorzubereiten. Der Fokus liegt auf dem großen Ziel – dem Titelgewinn.
